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Kleines "r", große Verwirrung

Der Metronom verbindet Hamburg und Bremen doch nicht alle Züge halten überall (Foto: archiv)
(mi).

Warum musste das „r“ verschwinden? Mit dem Weglassen eines kleinen Buchstabens sorgt die Metronom Verkehrsgesellschaft derzeit für Verwirrung bei manchem Fahrgast.

Hintergrund: Bis zum Fahrplanwechsel vergangenen Dezember waren die Züge, die von Hamburg bis Bremen fahren und an jedem Bahnhof auf der Strecke halten, als „MEr“ an den Anschlagtafeln gekennzeichnet. Der Vorteil: Fahrgästen, die in kleinen Orte wie Klecken oder Hittfeld aussteigen wollen, reichte ein Blick, um zu sehen, ob der angeschlagenene Zug dort hält - eben der Blick nach dem kleinen „r“. Bis jetzt, denn neuerdings fehlt der Buchstabe. Stattdessen müssen Metronom-Kunden jetzt ganz genau hinschauen. In den Anschlagtafeln wird eine Liste der angefahrenen Bahnhöfe aufgezählt, bei Metronom-Zügen, die nicht an jedem „Apfelbaum“ stoppen, steht jetzt „hält nicht überall“.
Umständlich - so mancher Fahrgast soll deswegen schon im wahrsten Sinne des Wortes über sein Ziel hinaus geschossen sein.
Aber warum trennte man sich beim Metronom eigentlich vom „r“ ? „Wir wollten das System vereinfachen, die Kennzeichnung „MEr“ sagt ja eigentlich nicht viel aus, deswegen haben wir sie stufenweise erst aus den Fahrplänen und jetzt auch aus den Anzeigetafeln entfernt“, erklärt Metronom-Pressesprecherin Birthe Ahting. Allerdings sahen das die Fahrgäste wohl anders. „Wir haben viele Rückmeldungen bekommen, die uns zeigen, dass die Fahrgäste das alte System gut fanden“, räumt die Pressesprecherin ein.
Jetzt will man in der Metronom-Zentrale in Uelzen überlegen, wie man das System weiter optimieren kann. Dass dabei auch eine Rückkehr zum beliebten „r“ im Gespräch ist, wollte Birthe Ahting nicht bestätigen.