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Kritik an Studie zur Elbvertiefung

(bc). Welche Folgen hat die geplante Elbvertiefung wirklich? Eine aktuelle Studie im Auftrag niederländischer und belgischer Behörden kommt zu dem Ergebnis, dass bei einer Fahrrinnenanpassung auf eine Tiefe von 14,50 Metern größere Umweltrisiken drohen, als von den planenden Behörden bislang angenommen wurden.

Der Verfasser der Studie, Professor Johan C. Winterwerp, will herausgefunden haben, dass die Auswirkungen einer weiteren Flussvertiefung zum Überschreiten des "kritischen Punktes" an der Elbe führen und das Flussökosystem zum Kippen bringen. Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF sehen sich in ihrer Meinung bestätigt. Wenn die Elbe kippt, gebe es im Sommer keinen Sauerstoff im Fluss. Fische und andere Lebewesen könnten nicht überleben.

Die Hamburger Hafenbehörde verteidigt die Elbvertiefung trotzdem. Es sei schon verwunderlich, dass diese Studie aus den Niederlanden ausgerechnet ein Jahr vor Inbetriebnahme der größten Terminalerweiterung im Rotterdamer Hafen veröffentlicht werde, heißt es beim Unternehmensverband Hafen Hamburg. Die Umweltverbände würden den Hamburger Konkurrenzhäfen unter die Arme greifen.

Wie berichtet, klagen u.a. BUND und NABU gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung. Die Ausbauarbeiten liegen vorerst auf Eis. Eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig könnte in diesem Jahr fallen.