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Neue Homepage des Jobcenters ohne Inhalt

Vorige Woche ging Klaus Jentsch, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Harburg, in die Offensive. Mit einer eigenen Homepage (www.jobcenter-landkreis-harburg.de) möchte Jentsch einen weiteren Kommunikationsweg schaffen (das WOCHENBLATT berichtete). Dabei gilt in diesem Fall leider das Motto „Gut gemeint, ist nicht gut gemacht!“ Die Piraten-Partei gehen mit dem neuen Portal hart ins Gericht.

(mum). „Aktuell ist der Informationsgehalt der Webseite sehr dürftig ausgefallen“, sagt Robert Geislinger, Vorsitzender der Heide-Piraten. Zum Thema „Informationen zu Geldleistungen“ erfahren die Online-Leser beispielsweise Folgendes: „Ein komplexes Thema. Wir bieten Ihnen einen Überblick sobald es möglich ist.“ Und es geht noch schlimmer: Der Punkt „Beratungsleistungen von A-Z“ enthält zwar das vollständige Alphabet, aber nicht eine einzige Beratungsleistung.
„Genau bei der Leistungsgewährung gibt es nicht einmal oberflächliche Informationen. Möchte man hier gar nicht helfen?“ fragt Geislinger und geht noch einen Schritt weiter. „Im Sinne des Servicegedankens sollte das Jobcenter die persönlichen Ansprechpartner mit Durchwahlen zur Verfügung stellen“ Das sei aus Piraten-Sicht ein idealer Inhalt für die sonst so karge Seite. „Bei anderen Behörden ist das selbstverständlich.“
Die Piraten-Partei hat vergangene Woche die Daten von 134 Jobcentern veröffentlicht, die der Sozialexperte Harald Thomé zuvor gesammelt hat. Dieses Projekt musste er laut Geislinger nach juristischen Anfeindungen einiger Jobcenter beenden. Im Sinne der Transparenz seien die Piraten gern bereit, die Durchwahlen der Jobvermittler im Landkreis auf ihren Seiten zu veröffentlichen, wenn es für das Jobcenter momentan nicht möglich sein sollte.
Übrigens: Für Arbeitgeber steht ein persönlicher Ansprechpartner mit Durchwahl bereit. Arbeitsuchende müssen sich mit einer Sammelnummer zufriedengeben.