Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Schweinefleisch mit Nebenwirkungen

BUND weist auf die Risiken der immer häufiger in der Schweinezucht eingesetzten Hormonpräparate hin

(bim/nw). In der Schweinezucht würden immer häufiger Hormonpräparate eingesetzt. Sie dienten zur Gleichschaltung der Sexualzyklen von Muttersauen, sollen den Betreuungsaufwand verringern und die Ferkelanzahl erhöhen. Die Sauen würden dadurch zu Gebärmaschinen, die oft mehr Nachwuchs werfen würden als sie ernähren könnten. Dies führe auch zu einer höheren Anzahl toter Ferkel, so der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)
Mit der Gülle gelangten hormonell wirksame Substanzen aus den eingesetzten Medikamenten in Böden und Gewässer und damit auch in Trinkwasserressourcen. Da Hormone nur teilweise aus dem Wasser entfernt werden könnten, würden sie somit auch in Lebensmitteln für die Menschen landen. Das habe unkalkulierbare Folgen für die Gesundheit. So werde davon ausgegangen, dass hormonell wirksame Substanzen das Risiko für Brust- oder Prostatakrebs erhöhen. Unter der östrogenen Wirkung der Hormonpräparate leide außerdem die Spermienqualität bei Männern.
Der BUND empfiehlt deswegen, auf Fleisch aus der industriellen Schweinezucht mit Hormonen zu verzichten. Weil der Einsatz von Hormonen u.a. bei Ökobauern verboten ist, seien deren Produkte eine geeignete Alternative. Wer Weiteres zum Natur- und Umweltschutz beitragen möchte, sollte seinen Fleischkonsum außerdem reduzieren. Denn mittlerweile würden nahezu drei Viertel der weltweiten Agrarflächen allein für die Tierfütterung benötigt.
Weitere Infos unter: www.bund.net/fleischatlas