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Smartphone-Fasten: Witzig! Internet-Links per SMS

WOCHENBLATT-Redakteur Björn Carstens
(bc). Mehr als eine Woche ohne Smartphone und ich lebe noch. Eine Erkenntnis, die mich zuversichtlich stimmt, bis Ostern meinen „verlängerten elektronischen Arm“ tatsächlich in der Schublade zu lassen. Wie berichtet, faste ich, WOCHENBLATT-Redakteur Björn Carstens (35), seit Aschermittwoch. Statt Süßigkeiten wegzulassen, verzichte ich auf meinen geliebten Kleinstcomputer.
Die ersten „Gehversuche“ ohne Smartphone waren holprig. SMS schreiben mit meinem historischen Siemens-Urviech stahl mir anfangs mehr Zeit, als Dutzende WhatsApp durch die Weltgeschichte zu jagen. Aber mittlerweile brauche ich ohnehin nicht mehr viel tippen. 90 Prozent meiner sozialen Kontakte sind durch den WhatsApp-Boykott eh weggebrochen. Auch mein Mitspracherecht bei der Wochenendplanung ist stark eingeschränkt.
Ein Punkt, den ich zuvor gar nicht bedacht habe, ist die Erinnerungsfunktion, die mich jetzt nicht mehr durch den Tag leitet. Was dazu führte, dass ich prompt vergaß, den Bundesliga-Spieltag zu tippen.
Ganz besonders witzig finde ich aber die Jungs, die mir Internet-Links per SMS senden. Merkt ihr selber, ne?
Ich weiß, Smartphone-Muffel können meine Probleme nicht verstehen. Wobei Probleme sind es eigentlich auch nicht. Alles ist Gewöhnungssache. So habe ich neulich auf den Bus gewartet, ohne zwischendurch auf mein Handy zu gucken. Ruhe fürs Gehirn.
Achten Sie, liebe Leser, mal darauf. Wartende Menschen, egal ob an der Haltestelle oder an der Ampel, die nicht auf ihr Handy schauen, sind eine aussterbende Spezies. Ich gehöre wieder dazu. Björn Carstens