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Spiel des Monats: 7 Steps - in sieben Schritten zum Sieg

(os). Viele Gesellschaftsspiele haben ein Thema, das spielerisch umgesetzt wird. Es gibt aber auch abstrakte Spiele ohne Bezug auf Geschichte, Landschaften oder Sehenswürdigkeiten. Zu Letzteren gehört das WOCHENBLATT-Spiel des Monats April - "7 Steps" aus dem Hause Kosmos. Dabei müssen die Spieler ihre farbigen Holzplättchen gewinnbringend auf einem flexiblen Spielfeld unterbringen.
Wie berichtet, testet WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander für Sie Gesellschaftsspiele und veröffentlicht sie in der Rubrik "Spiel des Monats", um Ihnen einen kleinen Einblick in das Dickicht der vielen Spiele-Neuheiten zu verschaffen.
Spielablauf: Jeder Spieler nimmt sich sieben Holzscheiben, die er hinter seinen Sichtschirm legt. Der aktive Spieler versucht nun, eine oder mehrere seiner Scheiben auf gleichfarbige Felder des Spielfeldes zu legen. Man beginnt mit einem Feld und muss seine weiteren Scheiben dann auf benachbarten Feldern ablegen. Und: Die abgelegte Scheibe darf nur die gleiche Ebene wie die benachbarte Scheibe haben oder höchstens eine Ebene höher abgelegt werden. Weitere Schwierigkeit: Der Akteur muss immer auf der niedrigsten Ebene der jeweiligen Farbe beginnen. Das ist zu Beginn relativ einfach, wird aber schnell kniffliger.
Für jedes abgelegte Plättchen erhält der Akteur Punkte, z.B. zwei Zähler für eine Scheibe in Ebene zwei. Beträgt das Gesamtergebnis eines Spielers nach seinem Zug sieben Punkte oder weniger, erhält er Hilfe durch Punkte- oder Baukärtchen. Am Ende seines Zuges füllt der Spieler verdeckt seine Plättchen auf sieben auf.
Wenn dafür im Nachziehsäckchen nicht mehr genügend Holzscheiben zur Verfügung stehen, endet das Spiel und es werden letzte Zähler für Punkte- und Bauhilfenkarten verteilt. Wer die meisten Siegpunkte hat, ist der Gesamtgewinner.
Fazit: "7 Steps" hat unseren Spielerunden sehr gut gefallen. Es spielt sich je nach Anzahl der Mitspieler unterschiedlich - vor allem in voller Besetzung kann es neben längeren Wartezeiten passieren, dass man nur wenige Holzplättchen ablegen kann, weil die Türme auf einzelnen Feldern zu hoch geworden sind. Zu zwei geht "7 Steps" deutlich flotter von der Hand - da braucht man nicht immer die angegebenen 30 Minuten.
Strategen sind bei "7 Steps" eher fehl am Platz, weil man immer auf die Konstellation reagieren muss, die einem der Vorgänger hinterlassen hat. Meine Befürchtung, dass man ewig an seinem Zug tüftelt, erfüllte sich nicht. Ganz im Gegenteil: Das Spiel erschließt sich schnell, gerade wenn man bei der ersten Partie die Einstiegsvariante mit gleichfarbigen Feldern auf allen Einzelteilen des Spielfeldes nutzt. Das empfehle ich ausdrücklich.
Wer abstrakte Spiele mag, der sollte sich "7 Steps" auf jeden Fall einmal anschauen. Es lohnt sich!
7 Steps, zwei bis vier Spieler, ab zehn Jahren, Verlag: Kosmos, Autoren: Michael Kiesling/Reinhard Staupe, Dauer: ca. 30 Minuten, Preis: ca. 30 Euro
Kategorie: abstraktes Familienspiel
Wertung: 7 von 10 Punkten


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