Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Spiel des Monats: Grabolo - hektischer Suchspaß mit Memory-Effekt

(os). Die Spielemesse in Essen Mitte Oktober wirft ihre Schatten voraus. Bei der "Spiel 2014", der wichtigsten Fachmesse in der Spielewelt, stellen die Verlage vor dem für sie so wichtigen Weihnachtsgeschäft rund 850 Neuerscheinungen vor.
Um Ihnen im Wust der Neuheiten eine kleine Hilfestellung zu geben, testet WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander für Sie Spiele und veröffentlicht sie jeweils am Ende des Monats in der Rubrik "Spiel des Monats".
Das WOCHENBLATT-Spiel des Monats September ist das Familienspiel "Grabolo" des Schweizer Verlages "Gamefactory". In dem Spielenamen ist das englische Wort "to grab" (zugreifen) versteckt. Damit ist auch klar, in welche Richtung "Grabolo" geht.
Spielablauf: Die Regeln sind denkbar einfach. Auf dem Spieletisch werden 36 runde Zahlenkarten verteilt - sie zeigen in sechs Farben jeweils die Zahlenwerte 1 bis 6. Ein Spieler würfelt mit zwei Würfeln - einem Farb- und einem Zahlenwürfel. Aufgabe aller Akteure ist es nun, die geforderte Karte, z.B. die grüne 6, auf dem Spieletisch zu finden. Wer die gesuchte Karte zuerst berührt, nimmt sie zu sich und legt sie verdeckt vor sich ab. Nun würfelt der nächste Spieler nach dem selben Prinzip. Wird eine Kombination zum zweiten Mal gewürfelt, kommt ein Memory-Effekt ins Spiel: Jeder Akteur darf nun den Namen des Akteurs rufen, der die gesuchte Karte vermeintlich hat (man darf auch seinen eigenen Namen rufen!). Dabei kommt es auf Schnelligkeit an, denn nur der erste Tipp wird überprüft: Stimmt er, geht die Karte in den Besitz des Tippers über (oder er behält sie, wenn er sie schon besitzt). Stimmt er nicht, muss der Tipper eine seiner Karten wieder auf den Spieletisch zurücklegen.
Wer zuerst zehn Karten (bei drei Spielern), acht Karten (bei vier Spielern) bzw. sechs Karten (bei fünf Spielern) in seinen Besitz gebracht hat, gewinnt die Partie.
Fazit: Meinen Spielerunden hat "Grabolo" bislang großen Spaß gemacht. Auf der Suche nach der richtigen Karte entsteht eine wunderbar hektische Atmosphäre. Wer nicht so reaktionsschnell ist, dem kann ich "Grabolo" nicht ans Herz legen, weil bei ihm schnell Frust aufkommen könnte. Auch zimperliche Menschen sind bei "Grabolo" nicht richtig aufgehoben. Es kann richtig zur Sache gehen - vor allem, wenn die Mitspieler lange Fingernägel haben (hier spricht der Autor aus leidvoller Erfahrung!)
Ich nehme ein paar Mini-Kratzer für dieses kleine, aber feine Spiel in der runden Schachtel gerne in Kauf. Mit nur zehn Minuten Dauer eignet es sich hervorragend für den kurzweiligen Spielespaß zwischendurch. Dank der überschaubaren Schachtelgröße passt es zudem in jedes Reisegepäck!
Grabolo, drei bis fünf Spieler, ab sechs Jahren, Verlag: Gamefactory (Vertrieb: Carletto GmbH), Autor: Maureen Hiron, Dauer: ca. 10 Minuten, Preis: ca. 10 Euro
Kategorie: Familienspiel, Reaktionsspiel
Wertung: 7,5 von 10 Punkten