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Spiel des Monats: Tricky Tracks - schlaue Schienenbauer vortreten!

(os). Auch im Internet-Zeitalter gibt es ein riesiges Interesse an Brett- und Kartenspielen. Weit mehr als 100.000 Besucher strömten jüngst zur "Spiel 2014" in Essen, der weltweit wichtigsten Messe für Spielefans. Die Verlage präsentierten in den vier Hallen mehr als 850 Neuheiten.
Um Ihnen zu helfen, im Wust der Neuheiten den Überblick zu behalten, testet WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander für Sie Spiele und veröffentlicht sie in der Rubrik "Spiel des Monats".
Das WOCHENBLATT-Spiel des Monats Oktober ist das Familienspiel "Tricky Tracks". Die Spieler versuchen dabei, möglichst schlau Schienen zu legen, damit ihre Zuggesellschaften weit vorankommen.
Spielablauf: Die Regeln sind denkbar einfach und passen auf drei kleine Seiten in der Anleitung. Jeder Spieler hat neun Schienenkarten, von denen er jeweils zwei auf der Hand hält. Aufgabe des aktiven Spielers ist es, eine der Karten auf dem Spielfeld zu platzieren. Vier Felder stehen ihm dort zur Verfügung.
Durch die Schienenkarten entstehen neue Verbindungen für eine bis vier Zuggesellschaften. Für die neuen Verbindungen gibt es für jede Gesellschaft Siegpunkte, die der Spieler auf seiner Zählleiste markiert. Dann nimmt der Akteur eine neue Handkarte auf. Wenn alle Spieler ihre neun Schienenkarten abgelegt haben, siegt derjenige, dessen letzter Spielmarker am weitesten vorangeschritten ist. Es ist also wichtig, alle Zuggesellschaften im Blick zu haben und nicht allein auf eine Linie zu setzen.
Fazit: "Tricky Tracks" ist ein einfaches Familienspiel ohne großen gestalterischen Firlefanz. Es spielt sich problemlos und schnell - wenn man keine Grübler am Tisch hat. Den dezenten Tipp in der Spielanleitung, die Schienenkarten möglichst schnell zu legen, sollte man auf jeden Fall befolgen. Denn: Wenn ein Spieler seine Handkarten hin und her und her und hin dreht, drohen den Mitspielern bei "Tricky Tracks" lange Wartezeiten.
Uns haben die Spielerunden zu dritt und zu viert mehr Spaß gemacht als zu zweit. Bei zwei Spielern hat man deutlich weniger Möglichkeiten. Es kam häufig vor, dass man nur Geraden bauen konnte und dadurch eine Zuggesellschaft nach vorne schoss, die anderen Linien aber auf der Strecke blieben. Bei drei und vor allem bei vier Spielern verändert sich das Spielfeld bis zum nächsten Zug zum Teil grundlegend - das macht es spannend.
"Tricky Tracks" ist kein spielerisches Schwergewicht. Wer aber ein Familienspiel mit wenigen, einfachen Regeln und angenehmer Dauer sucht, macht hier nichts falsch.
Tricky Tracks, zwei bis vier Spieler, ab acht Jahren, Verlag: Piatnik, Autoren: Jordi Gené, Gregorio Morales, Dauer: ca. 20-40 Minuten, Preis: ca. 17 Euro
Kategorie: Familienspiel, Eisenbahnspiel
Wertung: 6 von 10 Punkten