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Spiel des Monats: Wunderland - Besuch in der Miniaturwelt

Bei "Wunderland" gehen die Spieler auf eine Reise durch die Miniatur-Welt des beliebten Ausflugsziels in der Hamburger Speicherstadt...
 
...und zieht seine Lokomotive um 15 Felder nach vorn...
(os). Mehr als 1,2 Millionen Besucher kommen jedes Jahr in die Hamburger Speicherstadt, um im Miniatur-Wunderland die Faszination der Spielzeugwelt zu erleben. Das WOCHENBLATT-Spiel des Monats Juni entführt zwei bis Spieler genau in diese Fantasiewelt: Bei "Wunderland" aus dem Hause Pegasus versuchen die Akteure, durch geschicktes Setzen ihrer Spielfiguren schneller als die Konkurrenten ihre Aufträge zu erfüllen, die ganze Welt zu bereisen. Wer dann noch an seine Angehörigen daheim denkt und fleißig Ansichtskarten schickt, gewinnt die Partie.
Spielablauf: Beginnend in der fiktiven Stadt Knuffingen versuchen die Akteure, ihre Aufträge zu erfüllen. Zwei hat jeder zu Beginn auf der Hand - zwei, drei oder vier Städte müssen dafür bereist werden. Der aktive Spieler darf beliebig viele seiner acht Spielfiguren um eine oder zwei Städte versetzen. Anschließend - und das ist besonders wichtig bei "Wunderland" - dürfen die Konkurrenten mitreisen. Auch sie dürfen beliebig viele Figuren versetzen. Sie müssen allerdings die gesamte Strecke mitreisen. Figuren z.B. bei einem Zweierzug auf der ersten Stadt abzusetzen, ist nicht möglich. Auf diese Weise verteilen sich die Figuren nach und nach auf dem Spielfeld.
Hat ein Akteur mindestens jeweils eine Spielfigur in den Städten, die auf seiner Aufgabenkarte verzeichnet sind, kann er die Aufgabe erfüllen. Er setzt jeweils eine Spielfigur zurück nach Knuffingen und zieht seinen Marker - eine Lokomotive - zur Belohnung um 15 (bei zwei Städten), 20 (drei Städte) oder 25 (vier Städte) Felder nach vorn. Danach zieht er eine neue Aufgabenkarte vom Stapel.
Wichtig für die Akteure ist auch, auf ihrer Reise Ansichtskarten zu verschicken. Das ist auf speziellen Feldern in en sieben Bereichen des Spielplanes möglich. Auch hier werden die Spielfiguren zurück nach Knuffingen versetzt. Dann nimmt der Spieler die entsprechende Anzahl an Ansichtskarten. Diese bringen zum Schluss des Spiels wertvolle Zusatzpunkte.
Apropos Schluss: Das Spiel endet, sobald ein Akteur seine fünfte Aufgabenkarte erfüllt hat. Wahlweise kann ein Spieler die Partie beenden, wenn er in jedem der sieben Bereiche mindestens eine Ansichtskarte gesammelt (verschickt) hat.
Fazit: "Wunderland" hat unserer Spielrunde gut gefallen, vor allem in voller Spielerstärke mit vier Akteuren. Es richtet sich an Familien, die schnell losspielen wollen und für die Taktik nicht die wichtigste Rolle spielt. Wobei in der Überlegung, wieviele Figuren man mit den Konkurrenten auf gemeinsame Reise schickt, durchaus einiges an Taktik liegt.
Autor Dirk Hillebrecht ist ein lockeres Familienspiel gelungen, das in höchstens einer Stunde absolviert werden kann. Dem Verlag gebürt Lob für die mühevolle Kleinstarbeit bei der Herstellung. Jede einzelne Karte ist mit einem Originalbild aus dem Miniatur-Wunderland versehen. Chapeau - da bekommt man glatt Lust auf einen Besuch in der Speicherstadt!
Wunderland, zwei bis vier Spieler, ab acht Jahren, Pegasus, Dauer: 40 - 60 Minuten, Preis: ca. 30 Euro
Kategorie: Familienspiel
Wertung: 7 von 10 Punkten