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Tierhalter bekommen Hilfe beim Schutz vor dem Wolf

(Foto: NABU/S. Zibolsky)
(bim/nw). Niedersachsens Tierhalter bekommen Hilfe durch die neue "Förderrichtlinie Wolf". Diese soll sie bei Schäden durch den Wolf unterstützen. Der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen begrüßt den Schritt der Landesregierung, die Akzeptanz der Rückkehr der Wölfe durch die freiwillige finanzielle Unterstützung von Maßnahmen für einen besseren Schutz der Weidetiere vor Wolfsangriffen bei den Tierhaltern zu verbessern. Neben der Förderung von besonderen Einzäunungen hat der NABU in seinen Anregungen zu der Förderrichtlinie auch Zentren zur Schulung von Herdenschutzhunden sowie eine "schnelle Schutzhundgruppe" für akute Gefährdung gefordert. Allerdings müsse eine Verhinderung von Wolfsübergriffen vor der Entschädigung bei Tierverlusten stehen, denn nur durch einen effektiven Schutz könne verhindert werden, dass Wölfe die "schlechte Angewohnheit" annehmen, Weidetiere als einfache Beute zu sehen.

Hintergrund

Anreiz für die Rückkehr des Wolfes ist vor allem der Wildreichtum Niedersachsens, der sich in hohen Beständen von Reh- und Schwarzwild zeigt. Dies sind für den Wolf sehr gute Lebensbedingungen, die eine natürliche Wiederbesiedlung möglich machen. Untersuchungen des Senckenberg Museums für Naturkunde (Görlitz) an über 2.000 Kotproben der Wölfe aus der Lausitz haben ergeben, dass Wölfe zu über 90 Prozent Reh, Wildschwein und Rothirsch fressen. Die restlichen zehn Prozent teilten sich in Damhirsch, Muffelschaf, Hase, kleine und mittelgroße Säuger auf. Nutztiere wie Schafe würden nur sehr selten gefressen und auch nur wenn keine Herdenschutzmaßnahmen durchgeführt würden.
Auf der Homepage der NABU-Kampagne "Willkommen Wolf" gibt es zahlreiche Informationen rund um den Wolf: www.Willkommen-Wolf.de