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Vorsicht vor der Abzocke durch die "Asphalt-Mafia"

Seriöse Bauarbeiter putzen keine Klinken, um Höfe oder Einfahrten zu asphaltieren (Foto: Kara@fotolia)
(bim). Ein dunkel gekleideter Mann mit Warnweste klingelt an der Tür: "Wir haben noch Asphalt von einer Baustelle übrig und möchten das Material nicht wieder mitnehmen. Sollen wir Ihre Einfahrt zu einem günstigen Preis teeren?" - So oder ähnlich ist das Auftreten der sogenannten "Asphalt-Mafia". Wer sich darauf einlässt, bezahlt am Ende einen weit höheren Preis als vereinbart und hat anschließend erst recht eine Baustelle vor der Haustür.
So spielte es sich auch kürzlich im Landkreis Harburg ab: An einem Wohnhaus fuhr ein dunkler Kombi mit englischem Kennzeichen und dem Lenkrad auf der rechten Seite vor. Der Mann unterbreitete sein "Angebot" mit englischem Akzent. Die Bewohner lehnten geistesgegenwärtig ab.
Die Masche ist stets die Gleiche: Erst bietet ein freundlicher bis forscher Mann mit englischem oder irischem Akzent die vermeintlich günstige Dienstleistung an und gibt womöglich noch vor, für eine namhafte Straßenbaufirma tätig zu sein. Lassen sich Hausbesitzer darauf ein, ihren Hof oder ihre Einfahrt mit einer neuen Deckschicht versehen zu lassen, rollt die Arbeitskolonne an. Die Geschädigten zahlen anschließend überteuerte Preise für minderwertiges Material. Kassiert wird bar - ohne Rechnung und Adresse.
Die Vorgehensweise ist bei der Polizei seit Jahren bekannt. "Das ist wie die Masche mit der günstigen Dachreparatur oder der Gartenarbeit", sagt Polizeisprecher Jan Krüger.
Bürger sollten sich nicht von günstigen Angeboten blenden lassen. Außerdem würden seriöse Handwerker keine "Klinken putzen" und nicht von sich aus auf Hauseigentümer zugehen.
Die Betrüger setzen aufs Überrumpeln. Wenn man ein unverbindliches, schriftliches Angebot fordere und ankündige, evtl. vergleichende Angebote einholen zu wollen, würden sie ohnehin abziehen, weiß Krüger.