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Wasserentnahme: 500 Kilometer als Zeichen des Protests

Trafen sich zum Meinungsaustausch: Jan Prüssing-Peters (li.) und Karl Hermann Ott (Foto: oh)
(mum). Seit Jahren wehren sich die Nordheider gegen das massive Abpumpen des Heidewasser durch die Hamburger Wasserwerke. Und sie kämpfen nicht allein: Der Schüler Jan Prüssing-Peters (19) läuft in diesen Tagen auf Inline-Skates von Fehmarn bis zum Heidesee in Holdorf (etwa 500 Kilometer), um gegen die überhöhte Wasserentnahmen in seinem Heimatdorf zu protestieren.
Am Mittwoch traf Prüssing-Peters in Bispingen ein und nutzte die Gelegenheit, zum Meinungsaustausch mit Karl Hermann Ott (Vorsitzender der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide). An der Schmalen Aue in Sahrendorf nahmen beide die Auswirkungen der Wasserentnahme in Augenschein. Ott erläuterte die fehlenden Wassermengen in der Aue und in anderen Fließgewässern des Entnahmegebietes bis hin zu zeitweiligem Austrocknen von Bächen im Naturschutzgebiet. "Das Grundwasser als unverzichtbarer Bestandteil des Naturhaushaltes wird in beiden Entnahmegebieten nicht ausreichend gewürdigt", lautetet das Fazit der beiden Männer.