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Wisent ist Wildtier des Jahres 2014

Im Wildpark Lüneburger Heide wurden schon zahlreiche Wisent-Kälber geboren. Damit trägt der Wildpark aktiv zur Erhaltung der Tierart bei (Foto: Wildpark / Thomas Ix)
(bim/nw). Der Wisent ist das Wildtier des Jahres 2014. Damit würdigt die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild die erfolgreiche Ansiedlung der Tiere in freier Natur. Im April dieses Jahres ist die erste Wisent-Herde im nordrhein-westfälischen Rothaargebirge ausgewildert worden, im Mai kam das erste Kalb in freier Wildbahn auf die Welt. Auch der Wildpark Lüneburger Heide beteiligt sich mit seiner Wisent-Herde aktiv am Erhalt der Art.
Der Wisent ist von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild jetzt zum zweiten Mal mit der Auszeichnung „Tier des Jahres“ bedacht worden. Bereits im Jahr 2008 erhielten die Tiere, die in Deutschland seit Jahrhunderten ausgestorben sind, diesen Titel. Mit der erneuten Auszeichnung will die Schutzgemeinschaft die erfolgreiche Ansiedlung der Wisente in freier Natur hervorheben.
In den 1920er Jahren war der Wisent akut vom Aussterben bedroht, der letzte weltweit frei lebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen. Alle heute lebenden Exemplare stammen von nur zwölf in Zoos und Tiergehegen gehaltenen Tieren ab. Die niedrige genetische Vielfalt gilt als eine der größten Gefahren für den langfristigen Erhalt der Art - sowohl in den Tierparks, als auch in den frei lebenden Herden. Im polnischen Białowieża wird das Zuchtbuch für den Wisent geführt. Dort
sammeln Wissenschaftler genetische Proben der in den Tierparks und Zoos gehaltenen Tiere, werten sie aus und setzen sie für eine gezielt geplante Zucht und Verteilung der Tiere ein. Auch die Daten der Herde aus dem Wildpark sind dort erfasst. Erst im April diesen Jahres ist mit einem jungen Bullen aus dem hessischen Tierpark Edersee „frisches Blut“ in die Herde gekommen.
Wildpark Junior-Chef Alexander Tietz begrüßt die Wahl des Wisents zum Wildtier des Jahres: „Die Wisente gehören zu meinen Lieblingstieren im Park und wir werden weiterhin alles daran setzen, das Überleben dieser wunderbaren Tierart auf Dauer zu sichern.“