Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Parodontitis ist ansteckend

Zahnpflege: Milan Michaelides berät eine Patienten (Foto: Zahnarztpraxis Michalides & Lang)
Neben Karies zählt Parodontitis zu den häufigsten Erkrankungen im Mundraum. Etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland trägt die Krankheitserreger in sich. „Nur wenige wissen, dass sie die gefährlichen Bakterien auch auf ihren Partner übertragen können“, erklärt Zahnarzt und Implantologe Milan Michalides aus Bremen. Daher gilt es, erste Anzeichen ernst zu nehmen, um Ansteckung sowie weitere Ausbreitung im Mund zu vermeiden. Heutzutage stehen verschiedene Möglichkeiten bereit, um gefährlichen Entzündungen effektiv und langfristig entgegenzuwirken.
Anfangs schreitet Parodontitis meist unbemerkt und ohne Schmerzen fort. Zunächst kommt es zu einer Gingivitis, also einer Zahnfleischentzündung. In der Regel äußert sich diese durch Zahnfleischbluten und betroffene Stellen reagieren empfindlich auf Wärme- und Kältereize. Im weiteren Verlauf können Bakterien in den Zahnfleischtaschen Mundgeruch hervorrufen. Nach erfolgreicher Behandlung stellt sich der frische Atem jedoch rasch wieder ein. Schreitet die Krankheit voran, bilden sich mit der Zeit Zahnfleisch und Kieferknochen zurück. Neben optischen Einbußen droht ohne frühzeitige Behandlung letzten Endes Zahnausfall.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, gilt eine gute Mundhygiene als das A & O. Zusätzlich zur üblichen Bürste reinigen kleine Interdentalbürsten gründlich Zwischenräume und Übergänge zum Zahnfleisch. Antibakterielle Mundspüllösungen und Zungenschaber reduzieren darüber hinaus das Bakterienwachstum. Abgesehen von der täglichen Pflege gehören regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt zur aktiven Vorbeugung gegen Parodontitis. Professionelle Zahnreinigungen bieten einmal im Jahr eine optimale Ergänzung und helfen bei ersten Symptomen. „Hierbei entfernen wir Zahnstein und Plaque auch in schwer zugänglichen Bereichen, um Bakterien keinen Nährboden für krankhafte Veränderungen zu geben“, sagt Milan Michalides.