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Bald weniger Lärm durch Güterzüge

Technik auf dem Niveau von vor 100 Jahren: Güterzüge auf Europas größtem Rangierbahnhof in Maschen (Foto: archiv)
(rs). Die Bundesregierung will die Lärmbelastung im Schienenverkehr auf der Basis des Jahres 2008 bis zum Jahr 2020 um die Hälfte mindern, indem 80 Prozent der vorhandenen Güterwagen mit neuen Bremsen ausgerüstet werden. Das teilt Heiner Schönecke, Landtagsabgeordneter aus Neu Wulmstorf, in seiner Broschüre „Landtag aktuell“ mit.
Wie häufig berichtet, ist die Mehrzahl der Güterwaggons mit einer Technik aus den Anfängen der Eisenbahnzeit unterwegs. So sehen Experten in den mit Grauguss-Bremssohlen ausgerüsteten Güterwagen die Hauptursache für den Verkehrslärm an der Schiene. Die Aufrauung der Radlauffläche durch den Kontakt des Graugussbremsklotzes mit dem Stahlrad ist wichtigste Grund für den von Zug und Schiene erzeugten extremen Lärm.
In Deutschland müssten insgesamt 135.000 von insgesamt 290.000 Güterwagen auf die leise Bremstechnik mit Verbundstoffbremssohlen umgerüstet werden. Durch die Umrüstung der Uralt-Güterwagen mit Verbundstoffbremssohlen und damit glatteren Radlaufflächen werde das Rollgeräusch im laufenden Betrieb auf die Hälfte gemindert. Für die Umrüstung sind nach Auskunft von Schönecke Mittel in Höhe von 152 Millionen Euro bereitgestellt worden.
Im Petitionsausschuss des Bundestags sei zudem bekannt geworden, dass die Bundesregierung einen zusätzlichen Anreiz für Eisenbahnunternehmen zur Umrüstung älterer Güterwagen geschaffen hat, indem entsprechend dem Verursacherprinzip lautere Züge höhere Entgelte für die Trassennutzung zahlen müssen.