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Der Verkehrsminister tritt aufs Gas

"B73-Gipfel" in Ovelgönne: Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (3. v. li.) nimmt mit dem Präsidenten des Ovelgönner Schützenvereins, Jens Hadler, Ortsvorsteher Rolf Marquardt, dem Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke, dem Ersten Stadtrat Michael Nyveld und Fachbereichsleiter Ralf Dessel den Verkehr an der Bundesstraße den Augenschein
 
Gibt Einblick in zukünftige Planungsabläufe: "Bernd Althusmann (Mitte), Helmut Dammann-Tamke (li.) und Rolf Marquardt

Bernd Althusmann (CDU) will Bau der B3neu Ortsumfahrung beschleunigen

ab. Ovelgönne.
Die Ortsumfahrung B3neu soll schnellstmöglich realisiert werden. Erneut machte sich darum jetzt der niedersächsische Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) ein Bild vom extrem hohen Verkehrsaufkommen an der B73 in Ovelgönne. Hier soll, wie auch in Ketzendorf und Elstorf, die Ortsumfahrung für Entlastung sorgen. Aktueller Planungsstand: Im Jahr 2031 soll die B3neu fertig sein. Der Minister versprach, sich dafür einzusetzen, das Vorhaben zu beschleunigen.

Wie unerträglich die Verkehrssituation auf den Bundesstraßen B3 und B73 vor allem für Anwohner ist, sei ihm bewusst, so der Minister. Die A26 werde nach mehr als 50 Jahren Planung und Bau endlich fertiggestellt - bis 2023 soll die Anbindung an die A7 erfolgen. Doch die Bauabschnitte A26 und B3neu hingen unmittelbar zusammen. Eine endgültige Entlastung gebe es dann, wenn die Ortsumfahrung Elstorf realisiert worden sei. Darum müsse ein schnelleres Verfahren unbedingt geprüft werden.

Ovelgönnes Ortsvorsteher Rolf Marquardt und Buxtehudes Erster Stadtrat Michael Nyveld verwiesen auf die extrem hohe Verkehrsbelastung auf der B73 - mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 30.000 Fahrzeugen täglich, davon 2.900 Lkw, gehört die B73 zu den am stärksten befahrenen Bundesstraßen Deutschlands. Marquardt sprach darum noch einmal die Situation des an der B73 gelegenen Ovelgönner Schützenhauses an. Die Straße habe dort zwar eine Querungshilfe, die sei aber viel zu schmal. Die Querungshilfe war von ortsunkundigen Lkw-Fahrern schon mehrfach übersehen worden. Für eine Bedarfsampel hatte sich der Ortsvorsteher bereits eingesetzt, die jedoch von der Straßenbaubehörde abgeschmettert worden war. Begründung: In der Rushhour müssten mindestens 30 Fußgänger die Straße überqueren wollen.

Die Querungshilfe sei zu gefährlich, gab der Minister Ortsvorsteher Marquardt recht. "Das kann so nicht bleiben. Das wird sich die Straßenbaubehörde ansehen müssen."
Des Weiteren soll der Rechtsabbieger der B73 an der T-Kreuzung B3neu in Neu
Wulmstorf um 150 Meter verlängert werden, um den Rückstaus Richtung Stade entgegenzuwirken.

Die Ortsumfahrung wird eine Verlängerung der bereits bestehenden B3neu in Neu Wulmstorf und werde nicht, wie ursprünglich geplant, in zwei Bauabschnitten realisiert, sondern an einem Stück. Der Bau stehe im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans, teilte der Minister mit. 24 Millionen Euro stünden dafür seit 2016 zur Verfügung.

Bereits vorher will Althusmann Abhilfe in Ovelgönne schaffen: Noch bevor im Jahr 2021 auf der A26 der Verkehr fließt, sollen Knotenpunkte wie die Kreuzung an der B3/B73 ertüchtigt werden. Damit soll bei zunehmendem Verkehr den zu erwartenden Rückstaus und dem Ausweichen auf Schleichwege durch die Ortschaften vorgegriffen werden.

Beim Thema Ortsumfahrung will der Minister die Bürger beteiligen und für viel Transparenz sorgen: Dazu wird er am 25. Mai den aktuellen Planungsstand in einer Bürgerversammlung in Neu Wulmstorf vorlegen. Die Linienplanung der B3neu ist für September 2019 vorgesehen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung soll in 2020 vorliegen, der endgültige Trassenverlauf im Jahr 2021. Um mindestens ein Jahr will Bernd Althusmann die Festlegung der Trasse beschleunigen.

Am Zeitplan müsse noch ordentlich geschraubt werden, denn: "Eine Fertigstellung bis 2031 erscheint deutlich zu lang." Die Ortsumfahrung solle dann, so der Minister, ein "Modellprojekt für alle weiteren Straßenbauprojekte in Niedersachsen werden."