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Dritte Betreuungskraft in Krippen dringend erforderlich

(bim/nw). Für einen pädagogisch notwendigen Mindeststandard halten die kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens die dritte Betreuungskraft in niedersächsischen Krippen. „Wir begrüßen deshalb die Absicht der Landesregierung, die freigewordenen Finanzmittel durch die BAföG-Übernahme des Bundes in dieses Vorhaben zu stecken“, so Heiger Scholz, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags.
Bund und Länder hatten vor kurzem verabredet, dass der Bund die bisher länderfinanzierten Anteile des BAföG ab dem 1. Januar 2015 komplett übernehmen wird. Damit stehen Niedersachsen rund 110 Millionen. Euro im Jahr zur Verfügung. Ministerpräsident Stephan Weil hatte angekündigt, damit eine dritte Kraft in den niedersächsischen Krippen zu bezahlen. Dagegen hatte sich Widerstand geregt.
„Frühkindliches Fördern ist der Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Bildungsbiografie. Aktive Kleinkindförderung in Krippen ist jedoch besonders betreuungsintensiv. Zu einem bedarfsgerechten qualitativen Angebot gehört deshalb grundsätzlich auch eine dritte Betreuungskraft“, betont Prof. Dr. Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages.
„Ob Sprache, emotionale Intelligenz und Stabilität - was Kinder bis zur Einschulung erfahren, prägt ihr Leben und lässt sich später oft kaum nachholen. Auch herkunftsbedingte Benachteiligungen können in der frühkindlichen Krippenphase am wirksamsten ausgeglichen werden. Ein bloßes Verwalten der Kinder in den Krippen wegen Personalmangels darf es deshalb nicht geben“, ergänzt Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.