Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Fürsorgepflicht von Lehrkräften endlich ernst nehmen"

Vor allem seitens der Politik brauchen Lehrkräfte dringend Unterstützung (Foto: Fotolia/contrastwerkstatt)

Gewerkschaft appelliert an Kultusministerium

(ab). Mit einem Schreiben an das WOCHENBLATT reagiert jetzt der Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen, Kreisverband Harburg (GEW), auf die Antworten aus dem niedersächsischen Kultusministerium zur Situation an niedersächsischen Grundschulen. Die Gesundheit vieler Lehrkräfte stehe auf dem Spiel, heißt es darin. „Das Kultusministerium muss seine Fürsorgepflicht endlich ernst nehmen.“
Die Situation sei dem Kultusministerium schon jahrelang bekannt, heißt es weiter.

Viele Grundschulen hätten auf Initiative der GEW bereits sogenannte Belastungsanzeigen nach Hannover geschickt, um auf die drastische Zunahme der Belastung von Lehrkräften hinzuweisen. In einer wissenschaftlich durch die Uni Göttingen belegten Arbeitszeitstudie und einer Arbeitsbelastungsstudie, von der GEW im vergangenen Jahr veröffentlicht, seien die Überbelastungen nachzulesen.
„Offensichtlich ist das Ausmaß erschreckend und deshalb hat das WOCHENBLATT einige Fragen an das Kultusministerium gestellt, die jetzt von Herrn Schumacher, dem Pressesprecher, beantwortet wurden“, schreibt der Vorstand der GEW. „Diese Antworten stoßen bei der GEW im Landkreis Harburg auf Unverständnis. Sie zeugen von Arroganz und verschließen die Augen vor der Realität.“

Der eingeleitete „Konstruktive Dialog über Entlastung“ mit Lehrergewerkschaften und Lehrerverbänden klinge zwar gut, „aber lange Dialoge helfen den Lehrkräften nicht; es müssen endlich Taten folgen.“

• Im WOCHENBLATT hatte sich kürzlich eine Grundschullehrerin über die dramatischen Zustande an niedersächsischen Grundschulen geäußert. Daraufhin hatte die Redaktion einen Fragenkatalog an Kultusministerin Frauke Heiligenstadt geschickt und die Antworten des Pressesprechers Sebastian Schumacher veröffentlicht.