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"Keinen neuen Gen-Mais zulassen"

(mi). Keinen neuen Gen-Mais zulassen, das verlangt Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) in einem Brief an Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU). In dem Schreiben fordert Meyer den Agrarminister dazu auf, sich für ein Anbauverbot der vom US-Konzern "Pioneer Hi-Bred" entwickelten Gen-Mais-Sorte "1507" auszusprechen. Hintergrund: Über das Verbot des Gen-Mais der Sorte 1507 müssen die Umwelt- und Agrarminister der Europäischen Union bis zum 17. Februar befinden. Sonst entscheidet die EU Kommission, die laut Medienberichten schon deutlich gemacht hat, sie werde den Gen-Mais zulassen.
Meyer erinnert an Friedrichs Vorgängerin und Parteikollegin Ilse Aigner, die in ihrer Amtszeit ein Anbauverbot für die Gen-Mais-Sorte "MON810" durchgesetzt hatte.
Laut Christian Meyer sei der gentechnikfreie Anbau für viele deutsche Landwirte ein Marktvorteil. Ein gleichzeitiger Anbau von Gen-Mais und Nicht-Gen-Mais sei nicht möglich.
Der Minister wies außerdem darauf hin, dass Erfahrungen aus den USA und Südamerika gezeigt hätten, dass der Gen-Pflanzen-Anbau einen höheren Pestizidverbrauch sowie die Entwicklung resistenter Keime zu Folge habe. Teilweise käme es zu größeren Ernteausfällen als bei konventionellem Getreide.