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Kommentar zu "Altersteilzeit für Lehrer"

Dass Lehrerinnen und Lehrer einen Job machen, der immer stressiger wird, steht für mich außer Zweifel. Dass verbeamtete Pädagogen in Niedersachsen eine Altersteilszeit deluxe bekommen, finde ich dennoch falsch.

Ein Oberstudiendirektor bekommt nach zwölf Dienstjahren mit A14 ein Grundgehalt von rund 5.100 Euro brutto. 30 Prozent weniger - rund 3.570 Euro - ist noch immer viel Geld. Und worin liegt die Logik, dass Lehrer mit Beamtenstatus vor Überlastung und Burnout geschützt werden müssen, angestellte Pädagogen aber nicht?

Eine examinierte Altenpflegerin verdient maximal 2.600 Euro brutto. Und das bei einem Beruf, der zwar auf andere Weise, aber ebenso extrem fordernd ist. Warum keine solche Regelung für diesen Berufsgruppe? Warum bleibt dort nur Berufsunfähigkeit oder im schlimmsten Fall Hartz IV?

Statt Altersteilzeit für Endfünfziger zu fördern, muss die Politik die Rahmenbedingungen verbessern. An den Schulen heißt das: Mehr Lehrer, mehr Schulsozialpädagogen und Entbürokratisierung. Vor allem aber: Verlässlichkeit in der Bildungspolitik und nicht mit jeder neuen Regierung einen Paradigmenwechsel der Schulpolitik.

Tom Kreib