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Landkreis Harburg erwartert in 2014 noch rund 500 neue Asylbewerber

Die Zivildienstschule in Buchholz soll bis zum 15. Mai geschlossen und die Asylbewerber dort auf andere Unterkünfte verteilt werden (Foto: archiv)
mi. Landkreis.

Der Landkreis Harburg bereitet sich darauf vor, im laufenden Jahr 538 neue Asylbewerber aufzunehmen. Sicher sei, dass bis Mitte des Jahres noch 350 Personen im Landkreis untergebracht werden. Danach werde die Landesregierung neue Quoten festlegen.

Diese Zahlen nannte jetzt Monika von der Heide, Leiterin der Abteilung Soziale Leistungen beim Landkreis im Kreis Sozialausschuss. Sie informierte gemeinsam mit Ute Köchel von der Koordinierungsstelle für Integration des Landkreises über die Situation bei der Betreuung und Unterbringung von Asylbewerbern.
Aktuell gebe es in den Unterkünften im Landkreis 193 freie Plätze. Dazu kommen laut von der Heide 93 Plätze in „sicherer Planung“. Demnach fehlten bis Ende 2014 noch 252 Plätze. „Die Suche nach geeigneten Grundstücken und Unterbringungsmöglichkeiten läuft auf Hochtouren“, erklärte von der Heide. Die Zivildienstschule in Buchholz, in der gegenwärtig 96 Asylbewerber untergebracht sind, werde allerdings zum 15. Mai geschlossen und abgerissen. Die Flüchtlinge dort würden auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt werden, teilte von der Heide mit.
In den Einrichtungen des Landkreises wohnen derzeit insgesamt 834 Asylbewerber, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.
Dazu kommen 56 Personen, die, weil sie einen anderen Rechtsstatus haben, keine Leistungen mehr beziehen und zum Beispiel nur noch in den Einrichtungen leben, weil sie noch keine eigene Wohnung gefunden haben.
Erfreulich entwickele sich die Betreuung der Asylbewerber vor Ort, teilte Ute Köchel von der Koordinierungsstelle für Integration mit. Der Betreuungsschlüssel von einem Sozialarbeiter auf 100 Asylbewerber werde mittlerweile durch ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement ergänzt. Es gebe privat organisierten Deutschunterricht, internationale Cafés, Hilfe bei Arzt- besuchen und vieles mehr. „Das ist eine ganz tolle Entwicklung“, so Ute Köchel. Der Landkreis selbst werde weiterhin Basis-Sprachkurse anbieten, auch an Volkshochschule sei das Sprachkursusangebot aufgestockt worden. Allerdings, so die Inter­grationsbeauftrage: „Eine komplette Versorgung durch die Volkshochschule ist nicht machbar. Das würde Millionen kosten.“
Sozialdezernent Rainer Kaminski sprach auf der Ausschussitzung den vielen Ehrenämtlern den Dank des Landkreises aus.