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"Mehr Männer in Kitas“

(bc/nw). Die Niedersächsische Landesregierung will den Anteil an männlichen Fachkräften in Kindertagesstätten steigern. Dieses Ziel hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Mittwoch in Hannover unterstrichen: „Männliche Fachkräfte sind in der frühkindlichen Bildung und Erziehung deutlich unterrepräsentiert“, so Heiligenstadt. Es gehe um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in sozialen Berufen und um die positiven Auswirkungen auf die Entwicklung geschlechtlicher Identität bei Mädchen und Jungen, sagte Heiligenstadt: „Die Kinder lernen durch Frauen und Männer als Rollenvorbilder, dass Erziehung und Arbeit mit Kindern etwas für Männer und Frauen ist.“

Der Anteil männlicher pädagogischer Fachkräfte lag in Gesamtdeutschland im Jahr 2012 bei lediglich 3,2 Prozent. Mit 3,3 Prozent war der Männeranteil in Niedersachsen nur geringfügig höher.

Die Ministerin betonte, in Niedersachsen seien neue Betreuungsplätze in erheblichem Umfang entstanden. Bis zum 1. August 2013 habe die Landesregierung 12.000 neue Plätze in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege gefördert. Heiligenstadt: „Mit der ‚Zukunftsoffensive Bildung’ plant die Landesregierung bis 2017 weitere 5.000 Krippenplätze zusätzlich zu schaffen." Der Bedarf an Fachkräften werde also weiter steigen, auch im Hinblick auf die Altersstruktur der jetzigen Fachkräfte“.

In den Ausbildungsgängen zum Erzieher zeichne sich in Niedersachsen mittlerweile ein klarer Trend zu einem steigenden Männeranteil ab. So ist die Zahl der jungen Männer 2012 in der Berufsfachschule auf nahezu 1.250 und in der Fachschule Sozialpädagogik auf 630 gestiegen - ein Anteil von 15,7 Prozent. Heiligenstadt: „Diesen Trend wollen wir verstetigen. Daher werden wir zum Beispiel auch interessierten Männern mit anderweitiger Ausbildung und Berufserfahrung eine Anrechnung von bis zu zwei Jahren auf die Ausbildungszeit gewähren."