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"Oste-Lobby" sieht Vereinsziele in Gefahr

Die Schwebefähre (Foto: Brinkmann)

Kritik an Stromtrassenvariante und Windpark bei Vereinssitzung in Gräpel

tp. Gräpel/Osten. Die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland schlägt Alarm. Die 580 Mitglieder starke "Lobby für die Oste" sieht eines ihrer zentralen Vereinsziele in Gefahr: den Erhalt und die Förderung der Schwebefähre Osten-Hemmoor.

Auf seiner jüngsten Sitzung in Gräpel begrüßte der Osteland-Vorstand die kürzlich vom Rat der Gemeinde Osten einstimmig bekräftigte Ablehnung eines Windparkstandorts in nur 2,9 Kilometern Abstand von der Schwebefähre, des einzigen Baudenkmals von nationaler Bedeutung im Landkreis Cuxhaven.

Zumal am Rande der Gemeinde ein weniger heikler Standort zur Verfügung stehe, sei es unverantwortlich, wenn die Kreisverwaltung in ihrem Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) bis zu 200 Meter hohe Windindustrieanlagen in Sichtweite der 37 Meter hohen Schwebefähre ansiedeln wolle.

Eine Gefahr für die einzigartige Flusslandschaft der unteren Oste sieht die AG Osteland darüber hinaus insbesondere in einer der zurzeit diskutierten Varianten der Tennet-Stromtrasse (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach).

Wenngleich eine Querung der Oste nicht zu vermeiden sei, wenn Windstrom von Nord- nach Süddeutschland transportiert werden soll, müsse jedoch vermieden werden, dass die Oste gleich zweimal in Mitleidenschaft gezogen werde. Das aber wäre bei jener Untervariante der Fall, die den Fluss sowohl bei Großenwörden als auch bei Nieder Ochtenhausen (Landkreis Rotenburg) queren würde.