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Schulskandal: Antworten aus Hannover empören Leser

„Ministerium weiß nicht, was an der Basis passiert“

(ab). Ein Thema, das aufrüttelt: Die Flut der Leserzuschriften zur aktuellen Situation an niedersächsischen Grundschulen reißt nicht ab. Nachdem eine Lehrerin Einblicke in ihren Berufsalltag an einer Grundschule im Landkreis Stade gegeben hatte, stoßen die Antworten aus dem Niedersächsischen Kultusministerium auf heftige Kritik. Hier einige Reaktionen:

• „Schön, dass es an anderen Grundschulen anders ist, aber muss man nicht denen, die Schwierigkeiten haben, erst recht unter die Arme greifen? Und wann soll ich mich als Lehrerin fortbilden? Selbstverständlich in der unterrichtsfreien Zeit, denn sonst belaste ich die anderen Kollegen wieder. Frau Heiligenstadt, warten Sie mit ,sehr konkreten Maßnahmen‘ auf“, schreibt eine Grundschullehrerin aus dem Landkreis Stade.

• Eine Schulsozialarbeiterin machte ihrem Ärger ebenfalls Luft: „Was für ein unsägliches und aussagefreies Blabla! Daran sieht man, dass die Politik weder weiß, was wirklich an der Basis passiert, noch sich dazu hinreißen lässt, einmal klar Stellung zu beziehen und Maßnahmen zu ergreifen.“

• Die schlechte Unterrichtsversorgung und mangelnde Unterstützung bei der Inklusion prangert eine weitere Lehrerin an: „Die Unterrichtsversorgung ist seit Jahren schlecht. Liegt sie bei 90 Prozent, ist das gut. Ich habe seit drei Jahren einen Inklusionsschüler und in meinem Unterricht im vergangenen Halbjahr keine Förderschulkraft gehabt. Meiner Meinung nach ist die Inklusion eine Mogelpackung und völlig gescheitert.“