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Sportangebote für Flüchtlinge: "Landesregierung will nicht helfen"

(bim/nw). Im Landeshaushalt stehen keine gesonderten Haushaltsmittel, mit denen Sportangebote für Flüchtlinge finanziert werden könnten, zur Verfügung. Das kritisiert der heimische CDU-Landtagabgeordnete Heiner Schönecke.
Seine kleine Anfrage zur finanziellen Unterstützung der Integrationsarbeit in Sportvereinen hat für ihn nur die eine Erkenntnis gebracht: Die Landesregierung will nicht helfend eingreifen.
In vielen Vereinen der Region wird an Konzepten zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern gearbeitet. Ganz vorne mit dabei ist u.a. der mitgliederstärkste Sportverein im Landkreis Harburg, der Todtglüsinger Sportverein, der allein mit seinen gut ausgebildeten Integrationslotsen gute Voraussetzungen mitbringe. Das für die Integration der jungen Asylsuchenden erarbeitete Konzept basiere auf Sport und praktischer Arbeit.
"Asylbewerber haben jedoch nicht die finanziellen Mittel, um Mitglieder eines Sportvereins zu werden. Damit die Sportvereine diesen Menschen die Teilhabe an ihren sportlichen und kulturellen Angeboten ermöglichen und ihnen dabei auch Versicherungsschutz bieten können, sind sie auf Vereinsbeiträge angewiesen", so Schönecke.
Wie so oft wird die gute ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder durch massive finanzielle Probleme konterkariert.
Für Maßnahmen im Bereich Sport und Integration stehen niedersachsenweit
500.000 Euro bereit. Die Richtlinie zur Förderung der Integration im und durch Sport hat die Zielsetzung, mehr Menschen mit Migrationshintergrund und/oder sozialer Benachteiligung durch den Sport in die Strukturen des organisierten Sports einzubinden. Dies soll den Personenkreis der Flüchtlinge mit einschließen.
Die Zielsetzung der Richtlinie umfasst Maßnahmen innerhalb folgender Förderkategorien: Sportangebote, Veranstaltungen, Kompetenzförderung und Qualifizierungen im Themenfeld, Aus-, Fort- und Weiterbildungen des Sports, sonstige Einzelmaßnahmen und umfangreichere Projekte. Vereinsbeiträge sind in allerdings von diesem Maßnahmenkatalog nicht abgedeckt.
Heiner Schönecke: „Die Landesregierung ist nicht in der Lage zu erklären wie all diese Dinge umfangreich von 500.000 Euro zu finanzieren sind. Im Landkreis Harburg kommt davon jedenfalls kein Geld an und im TSV erst recht nicht. Ich fordere die Landesregierung auf, ihre Position in dieser Angelegenheit zu überdenken und den Sportvereinen ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen.“