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Abnehmende Sinneskräfte - Hören und Sehen im Alter

(Foto: unsplash.com/onojeghuo)
Es gibt Themen, die in unserer alternden Gesellschaft in Zukunft immer mehr Menschen betreffen werden. In besonderer Weise zählt dazu die Lebenssituation, wie wir sie im Alter erleben. Die größte Sorge, die viele Menschen hierzu hegen, bezieht sich auf die schwindenden Kräfte der Augen und Ohren. Doch wie verändert sich unsere Wahrnehmung im Alter tatsächlich?

Die abnehmende Sehkraft

Tatsächlich haben im Laufe der Jahre fast alle Menschen mit der abnehmenden Sehkraft zu kämpfen. In der Altersgruppe der über 70-jährigen erhöht sich der Anteil der Brillenträger auf gut 90 Prozent. Schon dieser Wert macht deutlich, dass es sich durchaus lohnen kann, frühzeitig einen Blick auf das Thema zu werfen. Generell ist von der sogenannten Altersweitsichtigkeit die Rede, die häufig bereits ab dem 40. Lebensjahr einsetzt. Die Kraft der Augenmuskeln lässt in dieser Zeit stark nach, weshalb es nicht mehr möglich ist, die einfallenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut zu einem scharfen Punkt zu bündeln. Die Folge davon sind verschwommene Eindrücke, die sich zunächst schleichend einstellen und im Laufe der Zeit immer weiter zunehmen.

Viele Menschen reagieren zunächst mit einer Lesebrille auf die einsetzende Altersweitsichtigkeit. Sie verhindert, dass ein Buch mit einem immer längeren Arm weit entfernt vom Gesicht gehalten werden muss, um so überhaupt lesen zu können. Sehhilfen sind deshalb eine erste Art, um Abhilfe zu schaffen. Weiterhin bietet sich die Gelegenheit, über das Tragen einer Gleitsichtbrille nachzudenken. Liegen noch andere Einschränkungen der Sehkraft vor, so stellt diese in der Praxis eine wertvolle Möglichkeit dar, um wieder den eigenen Alltag normal bestreiten zu können.

Weniger bedeutsame Gehörprobleme

Allein der Blick auf die Quantität der Angelegenheit macht deutlich, dass Schwerhörigkeit für weitaus weniger Menschen in Deutschland ein Problem darstellt. Dabei verändert sich unser Hörvermögen im Laufe der Zeit enorm. Einerseits betrifft dies das Spektrum an unterschiedlichen Frequenzen, wie wir sie mit unserem Ohr wahrnehmen können. Während junge Menschen noch dazu in der Lage sind, sehr hohe Geräusche wahrzunehmen, wie sie zum Beispiel immer wieder von technischen Geräten ausgestoßen werden, lässt diese Fähigkeit im Laufe der Jahre immer weiter nach. Da davon zunächst Frequenzen betroffen sind, wie sie in unserem Alltag keine Rolle spielen, betrifft uns dies zunächst in keiner Weise.

Erst im Seniorenalter nimmt bei der Mehrheit der Bevölkerung die Einschränkung des Hörens zu. Sie sind dann zum Beispiel bei Gesprächen in einer Gruppe in einem etwas lauteren Restaurant nicht mehr dazu in der Lage, ohne Anstrengung zu folgen. Bereits hier können Hörgeräte für Einsteiger helfen, wie sie bei einem Akustiker oder online zu finden sind. Gerade die Hörkraft verbessert sich in den kommenden Jahren normalerweise nicht mehr. Auch aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, immer wieder Nachjustierungen vorzunehmen. Diese stellen eine Chance dar, wieder das Optimum aus der aktuellen Ausgangslage herauszuholen und den Alltag wieder auf normale Weise zu bestreiten.

Haben Brillen und Hörgeräte einen negativen Einfluss?

Schon seit Jahren hält sich bei vielen Menschen der Glauben, die Unterstützung unserer Sinne würde diese sogleich schwächen. Sie führen dies darauf zurück, dass sich unsere Seh- und Hörorgane folglich nicht mehr so sehr anstrengen müssen, um alles zu sehen oder zu hören. Schon längst ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese Behauptungen jeder Grundlage entbehren. Tatsächlich nützt es nicht, sich über Jahre hinweg ohne Brille oder Hörgerät durch den Alltag zu quälen und dies bis zu einem Punkt zu treiben, an dem dies nicht mehr möglich ist. Viel angemessener wäre es, frühzeitig entsprechende Korrekturen vorzunehmen, um das Abschwächen der eigenen Sinne auszugleichen. So kann der eigene Alltag schon nach kurzer Zeit wieder mit deutlich mehr Komfort bestritten werden, als dies bislang der Fall war.