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Auszeit für pflegende Angehörige: Was bietet die Pflegeversicherung?

Pflegende Familienangehörige müssen auch ihren Erholungsurlaub planen (Foto: DAK)
ah. Landkreis. Viele Menschen, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, verzichten aus Sorge um deren Wohlergehen auf Erholungsurlaub. Dabei sind Auszeiten von der Pflege wichtig. Aber oft wissen Betroffene nicht, dass die gesetzliche Pflegeversicherung für so eine Situation mit der Verhinderungspflege Unterstützung anbietet. Ein Experte klärt auf: „Wurde eine pflegebedürftige Person mindestens sechs Monate durchgängig zuhause versorgt, kann sie für maximal 28 Tage im Jahr über bis zu 1.550 Euro verfügen, um Ersatzpflege zu bezahlen, wenn die eigentliche Pflegeperson im Urlaub ist. Die Verhinderungspflege muss bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen beantragt werden.“
Mit dem Geld kann die notwendige Versorgung entweder durch einen professionellen Pflegedienst oder durch eine Privatperson finanziert werden. Wird die Pflege von einem nahen Verwandten (bis zum zweiten Grad) oder von einer im Haushalt des Pflegebedürftigen lebenden Person sichergestellt, beträgt die Ersatzleistung die Höhe des üblichen Pflegegelds. Das sind aktuell je nach Pflegestufe 235 Euro, 440 Euro oder 700 Euro im Monat. Daneben wird das bisherige Pflegegeld zur Hälfte fortgezahlt.
Zusätzlich können Aufwendungen geltend gemacht werden, die im Zusammenhang mit der Versorgung notwendig werden. Das können beispielsweise Reisekosten oder Verdienstausfall sein. Maximal stehen für derartige Kosten bis zu 1.550 Euro für bis zu vier Wochen zur Verfügung. Wegen der vielen Varianten, die bei der Verhinderungspflege möglich sind, wird empfohlen, sich vor der Urlaubsplanung von den Experten der Pflegekasse beraten zu lassen.