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Bildungspaket: Landkreis fordert Bedürftige auf, Mittel abzurufen

"Hartz IV - der Tag gehört Dir", steht auf der Federtasche. Das Bildungspaket ist für bedürftige Kinder bestimmt - und kommt offensichtlich nicht an (Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt@pixelio.de)

Seit Anfang 2011 können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus bedürftigen Familien Leistungen für Bildung und Teilhabe aus dem „Bildungspaket“ der Bundesregierung beantragen. Jungen Menschen soll damit die gleichberechtigte Teilnahme am gemeinschaftlichen Leben und der Zugang zu Bildungsangeboten ermöglicht werden.


(mum). „Seit Einführung des Bildungspakets verzeichnet auch der Landkreis Harburg stetig ansteigende Antragszahlen“, teilt Landkreissprecher Bernhard Frosdorfer jetzt mit. Jeder Leistungsberechtigte könne bis zu sieben verschiedene Leistung0en in Anspruch nehmen.
Zuletzt hatte das WOCHENBLATT Anfang April unter der Überschrift „In Stade top; in Winsen flop?“ über das Thema berichtet. Während die 2,7 Millionen Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für bedürftige Kinder im Landkreis Stade zu 96 Prozent ausgeschöpft worden waren, war der Landkreis Harburg auf mehr als der Hälfte seiner 2,4 Millionen Euro sitzen geblieben. Dabei sind sich beide Landkreise sehr ähnlich. Soziale Brennpunkte gibt es hier wie dort.
Berechtigt sind alle Kinder und Jugendlichen bis 25 Jahren aus Familien, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen beziehen. Zum Bildungs- und Teilhabepaket zählen die Kosten für warmes Essen in Schulen oder Kindertagesstätten, Nachhilfe für versetzungsgefährdete Schüler oder die Teilnahme an Ausflügen und Klassenfahrten. Gleiches gilt für Schülerbeförderungskosten zur nächstgelegenen weiterführenden Schule. Zusätzlich wird zweimal jährlich ein Pauschalbetrag für Schulmaterial ausgezahlt. Gefördert wird auch die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen am sozialen und kulturellen Leben (Mitgliedsbeiträge für Sportvereine, Musikschulen oder der Eintrittspreis bei Museumsbesuchen).
Die Leistungen können formlos oder mit dem vorgesehenen Formular auf der Homepage des Landkreises beantragt werden. „Wichtig ist, dass die Antragsstellung rechtzeitig und vor Beginn der Aktivität erfolgt“, so Frosdorfer. Alle Anträge werden zentral im Jobcenter Landkreis Harburg in Buchholz bearbeitet. Fragen werden unter der Nummer 0 41 81 - 99 01 46 beantwortet. Die E-Mail-Adresse lautet Jobcenter-LK-Harburg.BuT@jobcenter-ge.de.
Leistungsberechtigte richten ihre Anträge an das Jobcenter Landkreis Harburg, Bildung und Teilhabe, Poststraße 5a, 21244 Buchholz.
Weitere Infos auf der Internetseite des Landkreises (www.landkreis-harburg.de) unter dem Suchbegriff „Bildung und Teilhabe“.