Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Brandschutz - Ein oft unterschätztes Thema

(Foto: unsplash.com/jon-tyson)
Die Geschichte des Brandschutzes ist lang und sie hält zahlreiche Tragödien bereit, wie sie sich auch in jüngerer Zeit ereigneten. Dennoch kommt dem Thema seitens der Bevölkerung oft eine geringere Bedeutung zu, als sich auf den ersten Blick erahnen lässt. Doch wie ist es möglich, den Brandschutz der eigenen vier Wände zielgerichtet zu verbessern?

Ein Anliegen vieler Menschen
Für den Brandschutz sehen viele Bürgerinnen und Bürger vor allem den Staat in der Verantwortung. Und in der Tat gibt es Gesetze, die mit der Intention in die Wege geleitet wurden, für den persönlichen Schutz eines jeden Bürgers zu sorgen. Doch durch die mangelnde Möglichkeit, ihre Einhaltung zu jeder Zeit zu kontrollieren, sind die Möglichkeiten hier häufig stark eingeschränkt.
Im eigenen Interesse sollte jeder dafür sorgen, dass zunächst mindestens ein leicht zugänglicher Feuerlöscher in den eigenen vier Wänden vorhanden ist. Dieser muss schnell verfügbar sein, um auf gefährliche Situationen reagieren zu können. Ebenso sind Feuermelder eine durchaus sinnvolle Vorschrift, die in den persönlichen Überlegungen eine Rolle spielen sollte. Denn je früher potenzielle Brände entdeckt werden können, desto leichter lassen sie sich noch im Keim ersticken.

Weiterhin lohnt es sich, einen Blick in die oft lehrreiche Geschichte zu werfen. Tatsächlich gab es bereits im alten Rom vor rund 2.000 Jahren eine städtische Feuerwehr, die Brände eindämmen sollte. Ein bekannter Fall, in dem dies nicht gelang, ist der große Brand der Stadt Rom zur Zeit Kaiser Neros. In Norddeutschland spielte der Brandschutz vor allem im Mittelalter eine große Rolle. In den Häusern wurde traditionell sehr viel Holz und Stroh verbaut, das sich sehr leicht entzünden ließ. Ebenso gefährlich war die dichte Bebauung, die vor allem in den Ortskernen üblich war. Die geringen Abstände zwischen den Häusern waren in der Folge dafür verantwortlich, dass ein einzelner Brandherd schnell die gesamte Stadt in Gefahr bringen konnte. Auch diese historischen Erfahrungen werden von Stadtplanern beachtet, um die Sicherheit in heutigen Tagen auf einem höheren Niveau zu halten.

Brandkatastrophen in der Region

Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu gefährlichen Bränden in unserer Region. Einerseits handelt es sich um Industrieanlagen, die über eine besonders hohe Anfälligkeit verfügen. Auf der anderen Seite sind nach wie vor immer wieder Privathäuser in die großen Brände involviert. Mit etwas Glück ist es möglich, dabei den Schaden auf einen finanziellen Verlust einzudämmen. Doch nicht immer werden Gesundheit und Leben der Menschen verschont. Auch wenn selbst ein optimierter Brandschutz nicht alle Risiken beiseite schaffen könnte, so läge darin doch die Gelegenheit, die Gefahr auf natürlichem Wege zu reduzieren. Das Ziel der kommenden Jahre sollte aus diesem Grund sein, alles dafür zu tun, dass sich die Vorkommnisse der letzten Monate so selten wie nur möglich wiederholen.

Die zukünftigen Entwicklungen zum Thema Brandschutz lassen sich in diesen Tagen nur schwer abschätzen. Einerseits besteht die Möglichkeit, dass über Gesetze ein neuer regulierender Zugang zum Thema gefunden wird. Auf der anderen Seite spielt die Informationspolitik in dieser Frage eine genauso große Rolle. Unter dem Strich wird es eine Kombination aus beiden Faktoren sein, die über die Nutzbarmachung der neuen Optionen entscheidet und dadurch konstitutiv für die Sicherheit ist.

Betrieblicher Brandschutz im Fokus
Ein besonderes Augenmerk gilt stets dem betrieblichen Brandschutz. Hier gefährdet der Brand nicht nur Menschenleben, sondern sogleich die Existenzgrundlage aller Mitarbeiter. Je nach Branche gehen zudem weitreichende Gefahren von einem ausbrechenden Feuer aus, die es in jedem Fall zu verhindern gilt. Um allen rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden und auch im eigenen Interesse für eine bessere Sicherheit zu sorgen, lohnt sich ein Blick auf die Checkliste. An erster Stelle steht dabei die Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen. Natürlich gibt es auch für diese eine gesetzliche Norm, die unter der Nummer DIN 4844-3 zu finden ist. Die Einhaltung sorgt dafür, dass sich jeder beim Blick auf den Plan in Zukunft leicht orientieren kann. Auch Feuerwehrpläne müssen aus diesem Grund im Gebäude angebracht werden.

Die Brandschutzordnung

Ebenso bedeutend ist natürlich die Brandschutzordnung im betrieblichen Rahmen. Diese muss sich in Deutschland nach der Norm DIN 14096 richten, um für die gewünschte Sicherheit zu sorgen. Die unterschiedlichen Teile erfüllen dabei alle wichtige Funktionen. Teil A ist dafür bekannt, sich in besonderer Weise auf das Verhalten im Brandfall zu beziehen. Damit werden alle Menschen adressiert, die sich zu besagtem Zeitpunkt im Gebäude aufhalten. Der zweite Teil wiederum enthält Vorgaben, die als betriebsintern bezeichnet werden können. Damit wird zum Beispiel das Vorgehen beschrieben, welches die Ausbreitung von Feuer und Rauch im Gebäude verhindern soll. Entsprechend sind die Informationen, die im zweiten Teil enthalten sind, bereits deutlich ausführlicher. Der dritte Teil der Brandschutzordnungen richtet sich nunmehr an Menschen, die mit speziellen Aufgaben vertraut sind. Dazu zählt zum Beispiel der Brandschutzbeauftragte. Für alle anderen ist es nicht zwingend notwendig, sich die gesamten Brandschutzordnungen durchzulesen, um im jeweiligen Fall für die persönliche Sicherheit zu sorgen.

Doch die Vorbereitungen in puncto Sicherheit lassen sich noch weiter fortführen. Beim betrieblichen Brandschutz legen beauftragte Experten häufig Sanierungskonzepte bei Brandschäden zugrunde. Dadurch ist es im schlimmen Szenario möglich, zügig und zielgerichtet auf die vorhandenen Schäden zu reagieren, damit sich diese in der nächsten Zeit nicht noch weiter ausbreiten. Das Ziel dahinter ist, Sicherheit und Arbeitskraft in idealer Weise zu unterstützen.