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Brennen in der Speiseröhre: Ursachen und Behandlung

Medikamente wohin das Auge schaut - Aber was hilft? (Foto: unsplash.com/freestocks.org)
Wenn die Speiseröhre brennt, steckt meist Sodbrennen dahinter. Woher die Beschwerden kommen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Empfindliche Speiseröhre
Die circa 30 Zentimeter lange Speiseröhre verbindet den Mund mit dem Magen – Nahrung und Getränke werden durch Muskelbewegungen der Speiseröhre hinab transportiert und im Magen weiter verdaut. Damit der Nahrungsbrei nur in eine Richtung transportiert wird, gibt es einen ringförmigen Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Mageneingang – der sogenannte Sphinkter. Dieser Muskel ist normalerweise fest verschlossen und öffnet sich nur, wenn neue Nahrung durch die Speisröhre in den Magen rutscht.

Der Sphinkter verhindert, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen kann. Der Grund: Im Magen herrscht ein saures Milieu, erzeugt durch die Magensäure. Diese hilft beim Zersetzen und Desinfizieren der Nahrung. Der Magen selbst ist durch den besonderen Aufbau der Schleimhaut gegen die Säure geschützt. Nicht so die Speiseröhre: Sie wird bei Kontakt mit der Magensäure angegriffen und gereizt. Bemerkbar macht sich das durch ein Brennen in der Speiseröhre und hinter dem Brustbein.

Woher kommt das Brennen in der Speiseröhre?
Brennen in der Speiseröhre, auch Sodbrennen genannt, entsteht beim Rückfluss (Reflux) von Magensäure. Diese kann bis in den Hals hinaufsteigen und zusätzlich für Halsschmerzen, Druckschmerzen im Oberbauch oder einen schlechten Geschmack im Mund sorgen.

Die häufigsten Gründe für den Rückfluss des Mageninhalts sind:
- Bestimmte Lebensmittel: Vor allem fettige und stark gewürzte Speisen können zum Reflux führen. Auch Kaffee und Alkohol sind typische Auslöser.
- Stress: Anhaltender Stress führt zur Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Diese verlangsamen die Verdauung, sodass die Nahrung länger im Magen liegen bleibt als üblich – es kann zu Sodbrennen kommen.
- Übergewicht: Zusätzliches Gewicht am Bauch kann auf den Magen drücken, der Sphinkter öffnet sich in der Folge leichter. Dasselbe kann auch in der Schwangerschaft passieren, weswegen Schwangere häufig vom Brennen in der Speisröhre betroffen sind.

Die genannten Auslöser machen zum einen den Sphinkter nachgiebiger für den Mageninhalt, zum anderen führen sie zu einem Überschuss an Magensäure. Zu viel Magensäure steigt leichter hoch und kann auf Dauer zu Folgeerkrankungen wie einer Magenschleimhautentzündung führen.

Wichtig:
Wenn bei Ihnen regelmäßig die Speiseröhre brennt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn auch eine Speiseröhrenentzündung oder ein Speiseröhrenkrebs können die Beschwerden verursachen.

Was hilft, wenn die Speiseröhre brennt?
Achten Sie auf Ihre Ernährung: Ein Verzicht von Speisen, die zu Sodbrennen führen, kann Wunder wirken. Essen Sie außerdem lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt als wenige große. Damit die Speiseröhre nicht nachts brennt, sollten Sie mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu sich nehmen.
Als Hausmittel gegen Sodbrennen können Sie ein großes Glas lauwarmes Wasser oder eine Tasse Kamillentee trinken. Auch ein Esslöffel Haferflocken, langsam im Mund zerkaut, kann Abhilfe schaffen.

Wenn Sie lieber auf Medikamente zurückgreifen wollen:
In der Apotheke gibt es eine große Bandbreite an Mitteln gegen Sodbrennen, beispielsweise Antazida. Diese neutralisieren die überschüssige Magensäure und bringen so Linderung. Antazida sind meist ohne Rezept erhältlich und in der Regel gut verträglich. Weitere Medikamente gegen Sodbrennen sind Protonenpumpeninhibitoren (PPI) oder Magensäureblocker (H2-Blocker). Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, welches Mittel für Sie am besten geeignet ist.