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Buxtehuder Ausbildungsmesse - So wichtig ist Bildung

Bildungsrepublik Deutschland (Foto: unspalsh.com/kimberly farmer)
Die Buxtehuder Ausbildungsmesse ist auch in diesem Jahr wieder der wichtige Schnittpunkt zwischen schulischem Lernen und dem Einstieg in die Arbeitswelt. Zahlreiche regionale und überregionale Unternehmen präsentieren sich selbst und sind zugleich auf der Suche nach den Fachkräften der Zukunft. Besonderer Gegenstand der Diskussion bleibt auch im Jahr 2017 das Thema Bildung, das zu vielen hitzigen Debatten anregt.

Bildung als Grundrecht

Schon längst sollte die immense und nicht zu überschätzende Bedeutung der Bildung jedem Bürger im Landkreis klar geworden sein. Bei Bildung handelt es sich um ein elementares Grundrecht, welches überhaupt die Aussicht auf sozialen Aufstieg schafft. Weiterhin gilt sie gemeinhin als einzige Lösung, um die vielseitigen Probleme zu bewältigen, vor denen die Gesellschaft in den kommenden Jahren steht. Dies beginnt mit der immer stärkeren Digitalisierung, die klassische Arbeiter zu großen Teilen überflüssig machen könnte, bis hin zum fortschreitenden demografischen Wandel, der nur gemeinsam zu bewältigen ist. Oberstes Ziel ist deshalb die gezielte Förderung in verschiedenen Dimensionen, die schon in der Vergangenheit auf der Buxtehuder Ausbildungsmesse regelmäßig in den Vordergrund gestellt wurde.

Wir lernen das ganze Leben

Der klassische Einfluss von Bildung auf einen neugeborenen Menschen beginnt bereits kurz nach der Geburt. Die Eltern sind als wichtige Bezugspersonen zugleich Vorbilder, von denen sich menschliche Verhaltensmuster wie Mimik und Gestik erlernen lassen. In den folgenden Jahren beginnt die Ausbildung der Sprache, bevor schließlich soziale Grundregeln für den Umgang untereinander in den Vordergrund rücken. Spätestens mit der Vollendung des dritten Lebensjahres und dem Eintritt in den Kindergarten sind zugleich Institutionen an der Bildung der Kinder beteiligt. Dies reicht von der Grundschule über die weiterführenden Angebote bis hin zur Berufsschule oder Universität.

Eine Dezentralisierung des Systems

Experten proklamieren schon seit Jahren eine Dezentralisierung unseres Bildungssystems, in der passende Lernangebote auch im Alltag ihren Platz finden. Ein typisches Beispiel dafür, wie die Entwicklung aussehen könnte, stellt das Lernportal Learnattack dar. Das digitale Angebot bietet Schülern zu jeder Zeit die Gelegenheit, auf die Inhalte zuzugreifen und mithilfe von anschaulichen Beispielen bestimmte Fähigkeiten auf spielerische Art und Weise zu verfestigen. Damit wurde zugleich ein Gegenpol zu den veralteten schulischen Strukturen geschaffen, die längst überholten Mustern folgen. Nach neuen Entwürfen soll in Zukunft auch das gemeinsame Lernen zwischen Schülern unterschiedlicher Altersklassen stärker in den Fokus rücken. Damit soll es zugleich möglich sein, ohne krampfhafte Versuche und hohen Druck das Leistungsniveau in den Schulen wieder zu erhöhen.

Die Bildung im Beruf
Spätestens zur Zeit des Einstiegs in die Berufswelt wird deutlich, wie groß der Einfluss der Bildung tatsächlich ist. Sie drückt sich nicht nur in Form des Schulabschlusses aus, sondern ist auch während der ersten Arbeitszeit eine wichtige Errungenschaft. Während weiterführende Schulen vor allem eine allgemeine und teils humanistische Bildung vermitteln, die zur generellen Erweiterung des Horizonts geeignet ist, finden nun auch spezifische berufliche Aspekte ihren Einfluss. Diese bauen meist auf den in der Schule erlernten Fähigkeiten auf, weshalb die Betriebe auf der Ausbildungsmesse immer wieder die so große Bedeutung der Lernjahre im Leben der Kinder betonen.

Fazit
Es ist nicht zu leugnen, dass das Bildungsniveau am Ende einen wesentlichen Einfluss auf die berufliche Ausbildung und das Einkommen eines Menschen haben kann, was wiederum die Lebensqualität beeinflusst. Chancengleichheit wird in Deutschland zwar immer wieder angestrebt, ist aber bei weitem nicht erreicht. So schaffen es nur wenige Prozent der Kinder der Familien aus prekären Verhältnissen auf ein Gymnasium, welches ihnen schließlich Zugang zum Studium der akademischen Berufe verleiht. Vielleicht müssen wir also an unserem Selbstverständnis arbeiten, mit dem wir bislang die Bildung hierzulande auffassten und ihr zu einer neuen Gestalt verhelfen.