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Das Erwachen des Rasens

Für einen gepflegten Rasen müssen im Frühjahr gewisse Pflegetätigkeiten ausgeübt werden (Foto: oh)

Mit dem Anstieg der Temperaturen und der immer höher stehenden Sonne beginnt das Frühlingserwachen der Natur – und der Gartenbesitzer – und das ist gut so. Denn der Rasen braucht insbesondere im Frühjahr ein wenig Fürsorge.

Nach dem Winter leidet der Rasen unter starkem Nährstoffmangel, da er seine Reserven verbraucht hat. Außerdem ist der Boden durch die Auswaschung des pH-Wert-regelnden Kalks im Winter versauert.
Unter sauren Bedingungen kann der Rasen die Nährstoffe im Boden jedoch nicht mehr richtig aufnehmen. Ganz im Gegenteil zum Moos – das wächst besonders schön auf sauren Böden. Die Folge: Der Rasen wird schwächer und das Moos gewinnt Oberhand.
Das beste Mittel gegen die unerwünschte Moosausbreitung ist die Stärkung des Rasens.
Ganz konkret: Erhöhen Sie mit Kalk den Säuregrad des Bodens und füllen Sie anschließend die Nährstoffreserven im Boden mit organisch-mineralischem Mehrnährstoffdünger wieder auf.
Je eher Sie dies tun, desto schneller erlangt Ihr Rasen wieder Struktur, Farbe und Vitalität. Da der Rasen schon ab einer Temperatur von 8 Grad Nährstoffe aufnimmt, sollten die jetzigen Tage für Kalkung und Düngung des Rasens genutzt werden. Zuvor sollte man den Rasen kurz mit einer Laubharke leicht auflockern, um Luft an die Grasnarbe zu bringen und altes abgestorbenes Gras zu entfernen.
Beachten Sie, dass beim Vertikutieren die Rasenpflanzen, die durch den Winter ohnehin schon gestresst sind, verletzt werden und die Blattmasse sowie Wurzelausläufer der treibenden Gräser abgeschlagen werden. Daraus folgt, dass die „Frühjahrslücken“ im Rasen nicht so schnell wieder zuwachsen und zusätzlich noch den Nährboden für Unkrautsamen bilden.
Wer seinem Rasen die richtigen Nährstoffe zukommen lässt, beugt Moos und Unkraut vor, denn dies wächst nur dort, wo Nährstoffmangel herrscht. In einem biologisch aktiven Rasenboden, der durch eine organisch-mineralische Düngung und Bodenstartergabe entsteht, zersetzen die Mikroorganismen den eventuellen Rasenfilz.
Wenn ein Rasen alt, stark verfilzt und extrem vermoost ist, muss der Rasen jedoch vertikutiert werden. Allerdings sollte dieser dann mindestens zwei Wochen vorher gedüngt werden, damit die Nährstoffe den Wurzeln zur Verfügung stehen und ihn stark machen.