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Ein Haustier unterm Weihnachtsbaum? Tipps für zögerliche Eltern

Vor dem Kauf eines Haustiers als Weihnachtsgeschenk müssen wichtige Fragen geklärt werden (Foto: pixabay.com © andrewicus)
 
Katzen sind liebevolle Tiere, können jedoch einen extrem eigenwilligen Kopf haben (Foto: pixabay.com © Missjones223)
 
Kleine Häschen sind ideale Haustiere für Kinder. (Foto: pixabay.com © SimonaR)
Weihnachten steht wieder einmal kurz bevor und so langsam kommt echte Weihnachtsstimmung auf. Erste Besorgungen werden gemacht, Vorbereitungen werden getroffen und natürlich dürfen am 24. Dezember die Geschenke unterm Weihnachtsbaum nicht fehlen. Nicht selten schaffen es neben Parfüm, Elektrogeräten, Socken oder Gutscheinen, auch lebendige Geschenke unter die geschmückte Tanne. Die Rede ist von den hierzulande beliebten Haustieren: dem Hund, der Katze oder den Nagetieren. Der Wunsch nach einem Haustier wird vielleicht schon längst gehegt oder ein Einzug wurde geplant. Dann könnte es keinen schöneren Anlass dafür geben, diesen Wunsch endlich zu erfüllen. Aber ist ein Haustier wirklich eine gute Wahl? Und welches Haustier ist das Richtige?

Gedanken vor der Anschaffung eines Tieres

Haustier ist natürlich nicht gleich Haustier; und tatsächlich sollten Eltern sich bei dieser Art Geschenk doppelt so viele Gedanken machen. Die Frage nach der Art des Tieres sollte daher ganz oben auf der Checkliste stehen. Immerhin hat ein Hund ganz andere Anforderungen als es ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen. Aber sollte man überhaupt ein Tier zu Weihnachten verschenken? Besonders an Kinder? Leider hört man immer wieder von Menschen, die zu Weihnachten ein Tier geschenkt bekommen haben, dieses aber zu den nächsten Sommerferien am Straßenrand aussetzen oder wieder im Tierheim abgeben.

Wichtig wäre natürlich, dass das Kind selbst schon einmal den Wunsch nach einem Haustier geäußert hat. Ist dies nicht der Fall und wird auch bei einer Nachfrage zu einem Haustier verneint, so sollte man auch kein Tier verschenken. Und auch wenn große Kulleraugen von jungen Babykätzchen, zu Weihnachten verdammt gut ankommen, so sollte man bei einem Haustier immer ein Stück weiter denken. Tiere leben je nach Art mehrere Jahre, die es möglichst nicht in einem Tierheim und unter artgerechten Bedingungen erleben möchte. Ein Hund kann je nach Rasse mehr als zehn Jahre lang leben, gleiches gilt für die beliebte Hauskatze und sogar ein Nagetier wird im Schnitt 6-7 Jahre alt. Kein Geschenk, welches Kinder nach wenigen Tagen zurückbringen oder umtauschen.

Im nächsten Schritt sollten Eltern sich überlegen, wie viel Verantwortung in diesem Geschenk liegt. Schenkt man das gewünschte Tier seinem, oder gar dem Kind des besten Freundes, so sollten die Erziehungsberechtigten mit in diese Entscheidung einfließen. Sie sind letztendlich für das Tier verantwortlich, vor allem finanziell. Bei den anfallenden Kosten für das Tier kommt es wieder auf die Art des Tieres an, wobei der Unterhalt eines Pferdes nicht mit den Unterhaltskosten von einer Rennmaus verglichbar ist. In die Rechnung einfließen müssen Futterkosten, Spielzeug, Pflegeprodukte oder Tierarztkosten, die nachfolgend von der beschenkten Person getragen werden müssen.


Welches Tier zu Weihnachten verschenken?
Die meisten Tierliebhaber bevorzugen eine bestimmte Art von Tier. Während viele Kinder sich einen Hund wünschen, schwärmen andere davon, eine kuschelige Hauskatze zu besitzen. Diese persönlichen Vorlieben sollten natürlich nicht übergangen werden. Zu berücksichtigen ist aber immer, dass das Kind künftig die Verantwortung für das Tier mitträgt und natürlich auch die notwendige Zeit mitbringen muss. Ein Hund muss dabei mindestens dreimal täglich ausgeführt werden, wofür mehrere Stunden pro Tag draufgehen können. Eine Hauskatze hingegen fühlt sich auch mal für längere Zeit alleine wohl. Nagetiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen hingegen möchten nur ungerne alleine gehalten werden, während sich der Hund auch ohne tierisches Rudel mit dem Menschen wohl fühlt. Berücksichtigt werden muss also auch das zeitliche Engagement der beschenkten Person.

Der Hund - Viel Arbeit und viel Liebe

Hunde sind das zweitliebste Haustier der Deutschen, nehmen aber auch eine Menge Zeit in Anspruch. Der Hund selbst sollte natürlich den Gegebenheiten des Menschen angepasst sein und sogar der Vermieter muss zustimmen, wenn ein großes Haustier einzieht. So ist die Rasse des Hundes nicht ganz so egal, auch was die Vorlieben und Bedürfnisse des Tieres angehen. Ein kleiner Chihuahua kann unter Umständen schneller im Büro akzeptiert werden, als es bei einem haarigen Collie der Fall ist. Auch benötigen kleine Hunde generell weniger Auslauf, während der Dalmatiner stundenlang neben dem Fahrrad herlaufen möchte.

Die Katze - Eigenwillig und verschmust
Katzen stehen auf der Beliebtheitsskala auf dem ersten Platz deutscher Haushalte. Beinahe jeder dritte Haushalt besitzt eine Katze. Katzen sind zwar weniger auf den Menschen fixiert oder auf diesen angewiesen, sie haben jedoch ganz andere Vorteile zu verzeichnen. So lieben Katzen es, stundenlang gestreichelt zu werden. Sie sind ruhige Hausbewohner, die in der Regel nicht viele Pflege- oder Futteransprüche haben. Auch kann eine Katze länger alleine gelassen werden, als es bei einem quirligen Hund der Fall ist. Katzen sind im Vergleich zum Hund umgebungsbezogen, der Hund orientiert sich an seinem Menschen.

Nagetiere - Nachtaktive Haustiere
Vor allem Kinder lieben die kleinen, kuscheligen Haustiere. Sie sind sogar sehr gut dafür geeignet, den Kindern eine gewisse Verantwortung zu übertragen oder vorzuleben. Der Käfig muss regelmäßig gesäubert werden, das Tier benötigt täglich Futter und frisches Wasser und auf eine gewisse Art und Weise benötigt es auch Beschäftigung. Zwar sind Nagetiere nicht so zu erziehen oder zu beschäftigen, wie es bei einem Hund der Fall ist, allerdings können diese für viele kuschelige Momente sorgen. Zu ihnen gehören beispielsweise Zwergkaninchen, Ratten, Wüstenrennmäuse, Chinchillas oder Meerschweinchen.

Wie verschenkt man ein Haustier am besten?

Natürlich möchte man zu Weihnachten die größtmögliche Überraschung verschaffen. Das Kind soll nichts von seinem Glück wissen. Allerdings kann man ein Haustier schlecht wie ein gewöhnliches Geschenk verpacken. Erstens würde es für das Tier in der Verpackung zu eng werden, zweitens würde es versuchen auszubüxen. Vor allem ein Hund würde sich schnell bemerkbar machen. Wer also eine gelungene Überraschung plant, der könnte beispielsweise die Nachbarn oder gute Freunde mit einbeziehen. Diese könnten das Tier zu einer bestimmten Uhrzeit, bestenfalls zur Bescherung, vorbeibringen. Dafür könnte man vielleicht einen Tragekorb oder eine Katzenbox weihnachtlich mit Schleifen oder anderen Schmuckstücken gestalten und im richtigen Moment überreichen. Natürlich sollte man stets darauf achten, dass die Bescherung möglichst stressfrei über die Bühne geht. Der Umzug in ein neues Zuhause bedeutet für die meisten Tiere immer jede Menge Aufregung, der vor allem am Heiligabend mit vielen Gästen und in geselliger Runde herrschen kann.

Hat es denn schon einen Namen?

Sind die ersten Freudentränen vergossen und die Überraschung am Heiligabend gelungen, wird immer nach dem Namen des Tieres gefragt. Die meisten Tiere kommen namenlos bei ihren neuen Besitzern an, sodass diese noch die freie Wahl haben. Dabei besteht die nette Gelegenheit, sich einen coolen oder passenden Namen für das Tier auszudenken. Orientiert man sich bei der Namenswahl beispielsweise an angesagten Tiernamen, populärer Katzen, so wird man sicherlich bald fündig. Oder aber man orientiert sich an beliebten Persönlichkeiten, beispielsweise an Rennfahrern oder Modedesignern. So könnte die kleine Babykatze als „Lewis“ oder als „Karl“ verschenkt werden. Bei kleinen Kindern ist es zusätzlich sinnvoll, Vorschläge vorzubereiten, um dem Kind die Namenswahl ein wenig einzugrenzen.

Tierische Geschenkidee richtig umgesetzt
Ist die richtige Tierart gewählt, alle Umstände abgeklärt und sämtliche Kosten, Zeitfaktoren und persönliche Vorlieben berücksichtigt und einkalkuliert, so geht es an die Anschaffung und den Kauf des Tieres.

Selbstverständlich kann man sich an dieser Stelle auf die Suche nach passenden Züchtern aus der Umgebung machen. Diese müssen allerdings schon ein wenig vorher kontaktiert werden, da viele von ihnen keine kurzfristigen Abgaben anbieten. Auch stellen viele Züchter den Verkauf vor Weihnachten komplett ein um unüberlegte Fehlkäufe zu vermeiden. Die meisten wünschen zudem, dass die vermittelten Tiere einige Male vorher mit den neuen Besitzern in Kontakt kommen. Viele sehr sinnvolle Vorgehensweisen, die vor der Entscheidung eines Tieres ausreichend Zeit bieten. So werden Spontankäufe ausgeschlossen. Desweiteren werden die Tiere oftmals mit Papieren und in geimpftem, gechipptem Zustand abgegeben.

Wer spät dran ist, der kann sich das eine oder andere Mal im Tierheim umsehen. Sehr viele tolle Vierbeiner warten dringend darauf, ein tolles neues Zuhause zu bekommen. Zwar findet man hier viele Mischlinge und Tiere, dessen Vorgeschichten nicht klar definierbar sind, dennoch kann man auch Tierheimtiere vorab einige Male besuchen. Und vielleicht ist auch das perfekte tierische Weihnachtsgeschenk dabei.