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Fahrradtourismus in der Region – attraktives Ziel für (inter)nationale Gäste

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Die Regionen Nordheide, Stade und Buxtehude haben für Touristen so einiges zu bieten. Wer Entspannung sucht, wird hier sicherlich fündig. Insbesondere Fahrradtourismus floriert in dieser Region, da die Infrastruktur entsprechend ausgebaut ist. Doch der Konkurrenzdruck zwischen dieser Fahrradregion und anderen ähnlich attraktiven Regionen ist stark. Da die Fahrradtourismusbranche boomt, müssen die Regionen in adäquates Marketing investieren. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf deutschsprachigen Gästen liegen, denn auch internationale Gäste rücken in den Fokus der Marketingmaßnahmen, denn die Lage der Region ist vor allem für Gäste aus den Niederlanden und Dänemark besonders reizvoll.

Das wirtschaftliche Potential des Fahrradtourismus

Besonders interessant erscheint der Fahrradtourismus vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Denn Urlaub mit dem Fahrrad ist gerade bei der Zielgruppe im Alter zwischen 45 und 65 Jahren beliebt. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs liegt das Durchschnittsalter der Fahrradtouristen bei etwa 48 Jahren. Derzeit stellen genau die Jahrgänge im Alter zwischen 45 und 65 Jahren die größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland dar.
Dazu kommt, dass diese Altersgruppe auch wirtschaftlich gut positioniert ist und bereit ist, für Freizeitaktivitäten Geld auszugeben. Laut Berechnungen des Deutschen Tourismusverbandes geben Fahrradtouristen pro Tag im Durchschnitt 16,00 Euro aus, wenn Sie keine Übernachtung buchen. Für Touristen, die auf ihren Radtouren eine Übernachtung buchen, liegt der Durchschnitt bei 64,00 Euro pro Tag. Somit ergeben sich aufgrund der hohen Zahl der Fahrradtouristen Bruttoausgaben von etwa vier Milliarden Euro pro Jahr. Anhand dieser Berechnungen wird deutlich, welch hohes wirtschaftliches Potential der Fahrradtourismus mit sich bringt. Da die Fokuszielgruppe im Verhältnis zu anderen Altersgruppen immer weiterwächst, steigt auch das Potential entsprechend. Daher sollten sowohl Kommunen, das Gastgewerbe und auch der öffentliche Nah- und Fernverkehr gezielt auf Marketing setzen, welches Fahrradtouristen in die jeweilige Region lockt. Das Bundesverkehrsministerium will zunächst 25 Millionen Euro in den Ausbau von Radschnellwegen investieren. Dass dieses Geld ausreicht, um deutschlandweit signifikante Verbesserungen zu realisieren, ist allerdings mehr als fraglich.

Über nationale Grenzen hinweg denken

Wie bereits deutlich wurde, birgt der Fahrradtourismus große wirtschaftliches Potential. Branchen, die von diesem Phänomen profitieren, sind zahlreich. Dazu gehören unter anderem Fahrrad- und Fahrradzubehörhersteller sowie die Händler der Waren, Fahrradverleiher, das Gastgewerbe, Nah- und Fernverkehrsanbieter, Gastronomiebetriebe und der lokale Einzelhandel. Daher sind Kommunen und Landkreise gut beraten, wenn sie verstärkt für ihre Region als Reiseziel werben. Viele Tourismusverbände bieten einen Webauftritt an, der Touristen die Vorzüge der Region vorstellt. Meist ist diese Seite auch auf Englisch abrufbar. Um jedoch effektiver ausländische Touristen anzusprechen, sollten die Seiten auch auf anderen Sprachen verfügbar sein. In Norddeutschland könnte der Fokus hier auf Dänisch und Niederländisch liegen. In anderen Regionen Deutschland wäre Französisch die zunächst wichtigste Sprache. Der jeweilige Übersetzungsdienst sollte Erfahrungen in der Tourismusbranche aufweisen können, um das jeweilige Zielpublikum auch auf einer emotionalen Ebene erreichen zu können. Sobald die Grundlage der mehrsprachigen Homepage gegeben ist, können Tourismusverbände bessere internationale Werbekampagnen fahren und so noch mehr Fahrradtouristen anlocken. Da diese spezielle Form des Tourismus in Deutschland so stark wächst, kann es sich kaum eine Region leisten, nicht stärker auf die Bedürfnisse der Radfahrer einzugehen.