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Früher schon an später denken - Unser Ratgeber rund um Patientenverfügungen

Früher schon an später denken! (Foto: unsplash.com/jd-mason)
Schlaganfall, Unfall oder schwere Erkrankung - niemand beschäftigt sich gerne mit diesen Erscheinungen. Dennoch ist es wichtig, den Blick als Patient in die Zukunft zu richten und für den Fall der Fälle die notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Der Patientenverfügung kommt in diesen Tagen eine besonders große Bedeutung zu, die sich noch nicht genau abschätzen lässt. Doch worauf ist in diesem Rahmen zu achten, um sich selbst bestmöglich abzusichern?

Was ist eine Patientenverfügung überhaupt?

Eine Patientenverfügung ist in gewisser Hinsicht eine Erklärung des Willens. Dieser wird schriftlich von einem Menschen festgehalten, um die eigene Meinung auch dann kundtun zu können, wenn dafür nicht mehr die körperlichen oder geistigen Voraussetzungen gegeben sind. Ist der Patient eines Tages nicht mehr dazu in der Lage, einer Behandlung zuzustimmen oder sie für sich abzulehnen, so wird die Verfügung wirksam. Für Ärzte ist die Patientenverfügung direkt verbindlich, weshalb sie ihre Maßnahmen am festgehaltenen Willen des Patienten ausrichten. Dafür muss sie jedoch transparent und klar formuliert werden. Auch deshalb rücken Schriftstücke wie die Patientenverfügung von Dr. Christian Probst klar in den Fokus. Ansonsten braucht es keine notarielle Beglaubigung, damit die Patientenverfügung Gültigkeit besitzt. Stattdessen reicht bereits eine eigenhändige Unterschrift aus, um dem Dokument Wirksamkeit zu verleihen.

Die zusätzliche Vollmacht

Gleichzeitig ist es zu empfehlen, eine Person des eigenen Vertrauens im Rahmen der Patientenverfügung zu bevollmächtigen. Diese hat in der Folge die Aufgabe, für das Einhalten der festgesetzten Grundsätze zu sorgen und den Wünschen des Patienten auch dann noch Nachdruck zu verleihen, wenn dieser selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Eine schriftliche Vollmacht ist dabei von herausragender Bedeutung. Denn ansonsten hat die Vertrauensperson unter Umständen nicht die Möglichkeit, Einsicht in die Gesundheitsunterlagen zu nehmen und sich Auskünfte von den behandelnden Ärzten einzuholen. Im Vorfeld ist es wichtig, alle notwendigen Aspekte mit der Vertrauensperson genau zu besprechen. Obwohl dies vielen Menschen schwer fällt, kommt diesem Akt eine besondere Bedeutung zu, um womöglich Jahre später die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Eine schwere Frage

Natürlich ist es absolut legitim, wenn sich Menschen dafür entscheiden, nicht alle Möglichkeiten ergreifen zu wollen, die in der modernen Medizin für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen zur Verfügung stehen. Damit ist sogleich ein wichtiger ethischer Grundsatz angesprochen, wie er in unserer Zeit eine besonders wichtige Rolle spielt. Um tatsächlich den persönlichen Willen noch in diesem Stadium des Lebens durchsetzen zu können, in das jeder Mensch geraten kann, müssen die entsprechenden Maßnahmen möglichst frühzeitig in die Wege geleitet werden. Nur wer sich ausreichend Gedanken über diese schwere Entscheidung macht, die durchaus belastend sein kann, tut alles in seiner Macht Stehende dafür, um die Zukunft nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Viele Personen berichten von einem neuen Gefühl der Gelassenheit, welches sie nach dem Ausfüllen der Verfügung verspürten. Dabei spielt es gar keine große Rolle, ob sich die entsprechende Situation nur wenige Wochen, oder viele Jahre oder gar Jahrzehnte später einstellt.

Fazit

Unter dem Strich bleibt die Patientenverfügung ein wichtiges Thema, das in der öffentlichen Diskussion in letzter Zeit zurecht einen immer größeren Stellenwert einnahm. Besonders für Privatpersonen ist es wichtig, sich frühzeitig Gedanken zu diesem Thema zu machen, um zu einem späteren Zeitpunkt gewappnet zu sein. Dazu zählt auch, die notwendigen juristischen Grundregeln einzuhalten, damit die Verfügung am Ende tatsächlich wirksam ist und in der gewünschten Form eingesetzt werden kann.