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Gefangen in der Warteschleife

Glücklich, wer es ohne lange Wartezeiten bis hierhin schafft (Foto: RainerSturm/pixelio)

Online-Auswertung: Patienten in der Region sind mit den Wartezeiten auf Arzttermine eher unzufrieden

(kb/rs). Im Vergleich der größeren Städe in der Metropolregion Hamburg warten Patienten in Buchholz, Winsen, Stade und Buxtehude anscheinend besonders lange auf einen Arzttermin. Das will das Ärtzeempfehlungsportal "Jameda" herausgefunden haben. Danach belegen die vier Städte in der Kategorie "Wartezeit auf einen Termin" die letzten Plätze. Ganz hinten: Buxtehude mit Note 2,46 (Schulnotensystem), aber auch Buchholz (2,18), Buxtehude (2,23) und Winsen (2,44) liegen deutlich hinter der Durchschnittsnote in der Metropolregion von 1,95.
So ganz verkehrt dürfte das Online-Portal nicht liegen. Denn wer selbst versucht, z.B. in Buchholz einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen, wird diese Benotung vielleicht noch als viel zu gut empfinden. Beim Augenarzt wartet man unter Umständen Wochen, beim Orthopäden soll es Monate dauern, bis man als Kassenpatient einen Termin bekommt. Es soll vorkommen, dass Praxen für Kassenpatienten gar keine Termine mehr vergeben - angeblich aus Personalmangel.
Die Frage, die bei vielen aufkeimt: Ist tatsächlich der Ärtzemangel schuld an den Wartezeiten oder steckt System dahinter? Zumindest fällt auf, dass Privatpatienten selten länger als wenige Tage auf ihre Behandlung warten müssen. Kein Wunder, dass ganz Ausgebuffte sich inzwischenen als Privatpatienten anmelden, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Erst vor Ort offenbaren sie ihre Kassenzugehörigkeit. Weigert sich der Arzt sie zu behandeln, schalten sie ihre Krankenkasse und die Kassenärztliche Vereinigung ein. Übrigens: Die geringsten Wartezeiten gibt es in Lübeck. Hier vergaben die Patienten laut "Jamenda" eine sehr gute 1,9.