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Gelegentlich verzichten: Teilzeit-Vegetarier kombinieren Gesundheitsbewusstsein mit Genuss

(dgk). Über Ernährungsfragen lässt sich immer gut streiten. So ist es kein Wunder, dass die Meinungen über Fleischkonsum stark auseinander gehen – und manchmal auch emotional diskutiert werden. Besonders Lebensmittelskandale verunsichern die Bevölkerung und lassen sie über die moralischen und gesundheitlichen Aspekte ihres Konsumverhaltens nachdenken.
Begriffe wie „Vegetarier“ oder „Veganer“ sind schon lange keine Fremdwörter mehr, Fleischverzicht ist im Trend – auch bei Fleischgenießern. Der sogenannte „Flexitarier“, eine Art Teilzeit-Vegetarier, ist auf dem Vormarsch. Flexitarier sind Menschen, die bewusst weniger Fleisch essen, jedoch nicht vollkommen auf den Genuss verzichten wollen. Als Beweggründe werden häufig, ähnlich wie bei Vegetariern, ethische, ökologische und gesundheitliche Aspekte genannt.
Zu hoher Konsum von rotem Fleisch (z.B. Schwein und Rind) kann nachweislich gesundheitliche nachteilige Folgen haben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, wöchentlich nur etwa 300 bis 600 Gramm (g) davon zu verzehren. Der Durchschnittsdeutsche isst allerdings bereits 150 g täglich, also ca. 1050 g in der Woche. Fleisch und Fleischprodukte liefern zwar Nährstoffe wie Vitamin B12, Vitamin D, Eisen, Zink und Omega-3-Fettsäuren, doch wer zuviel Kabanossi, Kotelette und Co. zu sich nimmt, riskiert erhöhte Cholesterinwerte und hat ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs, koronarer Herzkrankheit und Diabetes-Typ-2 zu erkranken. Viele Flexitarier ist sich dieser gesundheitlichen Gefahren bewusst und essen auch aus diesen Gründen an einigen Tagen der Woche kein Fleisch.
Bereits jeder zehnte Deutsche gibt an, nur selten Fleisch zu konsumieren und das Augenmerk beim Einkauf besonders auf Bio-Qualität zu legen. Doch schon der Vorschlag, einmal in der Woche auf Fleisch zu verzichten, stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis.
Dennoch haben bereits einige deutsche Städte den „Vegetarischen Donnerstag“ in ihren Kantinen eingeführt, um eine solche Lebensweise zu fördern. Der Gelegenheits-Vegetarismus birgt neben den gesundheitlichen Aspekten ungeahnte neue Möglichkeiten, seinen Speiseplan interessant und abwechslungsreich zu gestalten.