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Haben auch Sie Angstgefühle ohne Grund?

Verbreiteter als man denkt - Angstzustände (Foto: unsplash.com/Simon Wijers)
Angst gehört zu den wichtigsten Gefühlen die Menschen zum Leben brauchen. Es hilft Ihnen neue und ungewohnte Situationen zu meistern und sich dem Ungewissen zu stellen. Oft wird Angst auch als Stress empfunden, bei genauerem Betrachten fällt jedoch sofort auf, dass Sie dieses Gefühl dazu bringt über sich hinaus zu wachsen.

Jeder Mensch empfindet Angst auf seine eigene Weise. Schämen oder Rechtfertigen muss sich hierfür niemand. Oft werden diese Angstempfindungen von Eltern oder Großeltern weitergegeben. Ob Angst ausschließlich mit der Veranlagung oder den Erfahrungen Ihrer Kindheit zu tun haben lässt sich wissenschaftlich nicht genau feststellen.

Wichtig ist jedoch, dass Sie sich mit Ihren Ängsten beschäftigen, da diese auch an Ihre Kinder weitergegeben werden können. Nicht selten werden Ängste von Generation zu Generation weitergegeben ohne erkannt oder behandelt zu werden.

Angstzustände im täglichen Leben
Im stressigen Alltag werden Angstzustände anfangs nicht ernst genommen. Sie gehen davon aus, dass es sich lediglich um Stress handelt oder an zu langen Arbeitszeiten. Angstgefühle kommen in der Regel ohne bestimmten Grund und folgen keiner Logik. Symptome sollten daher genau beobachtet und ernst genommen werden.

In der Regel beginnen Angstzustände mit folgenden Symptomen:
-Herzklopfen
-Schwindel
-Schweißausbrüchen
-Mundtrockenheit
-Beklemmungsgefühle
-Brustschmerzen
-Bewusstseinsstörungen

Bei starken Angstzuständen beschreiben Betroffene das Gefühl verrückt zu werden. Nicht mehr zu realisieren „richtig hier zu sein“ oder gar unter der Angst zu leiden, bald sterben zu müssen. Gründe, die diese Symptome erklären, gibt es nicht.

Wie entsteht eine solche Störung?
Angststörungen entstehen oft aufgrund verschiedener Verkettungen von Lebensumständen. Die Veranlagung die Sie in sich tragen ist nicht selten der Grundstein dafür. Ein stressiger Alltag kann weitere Symptome erzeugen, die ein Schicksalsschlag oder der Verlust eines geliebten Menschen noch verschlimmern können.

Suchen Sie bei Symptomen Ihren Hausarzt auf und sprechen Sie mit Ihm über Ihre Ängste und Sorgen. Zum Ausschluss von körperlichen Symptomen sollten Sie sich gründlich untersuchen lassen um somit die seelische Störung erkennen und behandeln zu können.

Welche Kriterien sprechen für eine Angststörung?
-Ist Ihre Angst oft unbegründet oder wesentlich stärker als in der Situation gerechtfertigt?
-Hält Ihre Angstreaktion länger an als notwendig?
-Können Sie selbst erkennen, dass Ihre Angst ungeahnte Ausmaße angenommen hat? Oder werden Sie von anderen darauf aufmerksam gemacht?
- Werden Sie durch Ihre Angstzustände in Ihrem Leben eingeschränkt?
-Verhindern Ihre Ängste sogar den Kontakt zu Ihrer Familie oder Ihren Freunden?

Sollten Sie die oben aufgeführten Fragen zum größten Teil mit „ja“ beantworten können, deutet es darauf hin, dass auch Sie unter Angstzuständen leiden.

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass Sie Ihre Ängste auch als solche erkennen. Machen Sie sich Notizen. Schreiben Sie sich auf wann genau Sie Angst empfingen und wodurch diese ausgelöst werden.

Versuchen Sie gezielt die schönen Momente in Ihrem Leben zu genießen. Nehmen Sie sich Zeit für sich und tun Sie was Ihnen Freude bereitet. Geben Sie Ihren Ängsten keinen Raum und stärken Sie sich selbst.

Sprechen Sie mit Ihren Freunden oder Ihrer Familie über Ihre Sorgen und Angstzuständen. Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche sondern ein mutiger Schritt seine Ängste zu besiegen und sich frei zu machen.

Therapie von Angststörungen
Je früher Sie eine Angststörung erkennen und behandeln lassen, desto größer ist die Chance für Sie, diese selbst lösen zu können. Scheuen Sie sich nicht davor ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, sobald Sie merken, dass Sie Ihre Ängste nicht alleine bewältigen können.

Selbst bei länger bestehender Angststörung ist die Aussicht auf Erfolg sehr hoch. Psychotherapien helfen Ihnen dabei Ihre Ängste zu benennen und Sie gemeinsam zu ergründen und zu beheben.

Bei stark ausgeprägter Angststörung kann eine Heilung mit Psychotherapie und Medikamenten parallel angegangen werden.