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HIV ist noch ein Thema: Die meisten Infektionen treten bei 41- bis 50-Jährigen auf

(ga). Das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung (WIP) zeigt im Rahmen einer aktuellen Studie, dass HIV nicht aus dem öffentlichen Blickfeld verschwinden darf.
Im Jahr 2011 erhielten im Versicherungskollektiv der Privaten Krankenversicherung (PKV) 7.624 Personen eine HIV-Therapie. Im Verhältnis zu den etwa 50.000 Personen, die in Deutschland 2011 aufgrund von HIV medikamentös behandelt wurden, entspricht dies einem Anteil von 15,2 %. Da in Deutschland im selben Jahr 11,0 % der Bevölkerung privat krankenversichert waren, ergibt sich damit ein höherer Anteil HIV-Infizierter in der PKV als in der Gesamtbevölkerung.
Die Zahl der neu bekannt gewordenen HIV-Fälle in der PKV sank zwar im Beobachtungszeitraum 2007 bis 2011 um 12 %. Gleichzeitig führte die abnehmende Sterblichkeit von HIV-Patienten aber dazu, dass sich die Gesamtzahl der Betroffenen im Bestand der PKV um 32 % deutlich erhöht hat.
Eine erstmalige Analyse zur Alters- und Geschlechtsverteilung der HIV-Patienten in der PKV zeigt, dass die meisten Infektionen bei den 41- bis 50-Jährigen auftreten. Die Gefahr, sich zu infizieren, ist bei Männern ist 4,5mal höher als bei Frauen. Auffällig ist jedoch die größere Zahl der HIV-Fälle bei den elf- bis 15-jährigen Mädchen im Vergleich zu den gleichaltrigen Jungen. Die Ergebnisse der Untersuchung bieten Ansatzpunkte für eine zielgerichtete HIV-Präventionsarbeit.
Der Studie liegen die Arzneimittelverordnungsdaten der Privatversicherten sowie die AIDS-Statistik des PKV-Verbandes zugrunde.