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Lärm macht krank: Die Fördergemeinschaft Gutes Hören rät zu Gehörschutz und vorsorglichen Hörchecks

(FGH). Das moderne Leben ist geprägt von einer akustischen Kulisse mit unterschiedlichsten Klängen und Geräuschen bis hin zum ohrenbetäubenden Lärm. Darin liegen erhebliche Gefahren für das Gehör, denn nicht nur der lästige Umgebungslärm kann die Ohren schädigen, auch die freiwilligen Lärmbelastungen in der Freizeit bergen Risiken. Während zum Beispiel das startende Flugzeug eindeutig als lärmendes Geräusch eingeordnet wird, können Meinungen und Lautstärkempfinden bei unterschiedlichen Musikrichtungen schon deutlich auseinandergehen. Doch objektiv ist alles, was laut ist, eine Gefährdung für das Gehör und das Wohlbefinden. Durch Dauerschall oder auch kurzzeitige hohe Schallspitzen kann das Gehör bleibende Schäden davontragen. Die Beeinträchtigungen des Hörvermögens können zeitlich begrenzt (Temporary Threshold Shift, kurz TTS) oder dauerhaft (Schwerhörigkeit) auftreten. Zusätzlich können auch Ohrgeräusche (Tinnitus) durch die unterschiedlichen Lärmeinwirkungen entstehen.
Grundsätzlich gilt: Die Ohren vergessen nicht. Bei extremen Schallereignissen werden die filigranen Haarsinneszellen im Innenohr so stark strapaziert, dass sie teilweise irreparabel beschädigt werden. Auch wenn nach einiger Zeit das Hörvermögen wiederhergestellt zu sein scheint, ist es dennoch zu ersten Schädigungen gekommen. Gehör und Hörzentrum im Gehirn sind allerdings bis zu einem gewissen Grad in der Lage, kleinere Beeinträchtigungen des Gehörs zu kompensieren. Diese sukzessive Gewöhnung an schlechteres Hören vermittelt den fälschlichen Eindruck, dass das Hörvermögen noch in Ordnung sei.
Dabei sind nicht allein die störenden und belästigenden Auswirkungen von Lärm zu nennen, die bewusst wahrgenommen werden und das Gehör wie die Lebensqualität beeinträchtigen. Auch geringe Schallpegel, die teils unbewusst aber dauerhaft einwirken, können sogar den gesamten Organismus nachhaltig schädigen. Durch Stressreaktionen treten Veränderungen bei Blutdruck, Herzfrequenz und Kreislauf auf. Die Folgen sind Schlaf- und Konzentrationsprobleme, erhöhte Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu psychischen Symptomen.
Da das Ohr keine Möglichkeit hat, sich selbsttätig gegen Lärm zu schützen, empfehlen die Hörexperten der Fördergemeinschaft Gutes Hören, die Einwirkung von Lärm und Lautstärke zu vermeiden oder wenigstens auf ein Minimum zu begrenzen. Nach längerer Schallbelastung sollten dem Gehör auf jeden Fall ausreichende Ruhephasen gegönnt werden. Wer es dennoch laut mag, sollte seine Ohren mit Ohrstöpseln schützen, die den Schall bis zu 20 Dezibel mindern und die Spitzenbelastungen erheblich abschwächen.
Hörgeräteakustiker bieten darüber hinaus auch individuellen Gehörschutz an wie er beispielsweise von Profimusikern genutzt wird. Vor diesem Hintergrund setzt die Fördergemeinschaft Gutes Hören auf systematische Hörprävention. Dazu zählen die gezielte Aufklärung über die Wichtigkeit des Hörens und die Gefahren von Lärm, Lautstärke und Hörverlust. Die von Experten empfohlenen regelmäßigen Hörtests sind kostenlos.
Infos: www.fgh-info.de und unter der kostenlosen Service-Nummer 0800-360 9 360