Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Luftentfeuchter - Unser Ratgeber für Büro und die eigenen 4 Wände

Frische Luft in Büros und Co (Foto: Quelle: unsplash.com/breather-181294.)
Blicken wir auf das Raumklima, so kommen uns häufig die kalten Wintermonate mit trockener Luft und gereizten Atemwegen in den Sinn. Doch auch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit kann unserer Gesundheit und der Bausubstanz schaden. Luftentfeuchter versprechen eine simple Lösung für eine Anpassung der Luftfeuchte. Doch wann ist der Einsatz wirklich sinnvoll und worauf ist beim Kauf zu achten?

Der individuelle Einsatz
Tatsächlich gibt es spezielle Situationen, in denen der Einsatz eines Luftentfeuchters praktisch unumgänglich ist. So leiden Altbauten und gerade erst errichtete Häuser sehr häufig unter einer zu hohen Luftfeuchtigkeit in ihren Innenräumen. Die Gefahr ist vor allem in den warmen Sommermonaten groß, dass sich Kondenswasser an den Wänden bildet und diese die Feuchtigkeit in sich speichern. Hält dieser Zustand zu lange an, kommt es häufig zu irreparablen Schäden, die kostspielige Renovierungsarbeiten nach sich ziehen können. Selbst stetiges Lüften reicht in solchen Fällen nicht mehr aus, um aktiv an der Ursache des Problems zu arbeiten. Die gängigen Luftentfeuchter unterscheiden sich allerdings in ihrer Leistung deutlich, weshalb Laien oftmals den Überblick über die verfügbaren Angebote verlieren. Vielfach ist es lohnenswert, sich vor Kauf eines solchen Gerätes vorab im Internet zu informieren und diverse Produkte miteinander zu vergleichen. Schließlich gibt es beispielsweise je nach Einsatzort fundamentale Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten.

Die Gefahren für die Bausubstanz
In der Praxis leidet leider nicht nur die Bausubstanz, wenn die Feuchtigkeit in Räumen dauerhaft zu hoch ist. Schnell kommt es durch das gebildete Kondenswasser zur Schimmelbildung, die wiederum die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen kann. Die eigenen vier Wände sind dabei genauso gefährdend, wie die schlecht gelüfteten und feuchten Büroräume, die viele Stunden am Tag besucht werden. Besonders dramatisch ist das Fehlen klarer Symptome, die den dringenden Handlungsbedarf signalisieren. Dabei verteilen sich die Sporen des Pilzes durch die Luft überall und setzen sich auch in den Atemwegen des Menschen fest. Tatsächlich können schwere gesundheitliche Probleme wie Seh-, Schlaf- und Konzentrationsstörungen entstehen, die scheinbar nichts mit dem Schimmelbefall zu tun haben. Bislang steckt die Forschung hier noch in ihren Kinderschuhen, weshalb häufig falsche Diagnosen entstehen.

Massiver Nachholbedarf in Deutschland
Auf der anderen Seite ist der Schaden durch schlecht gelüftete Räume wohl größer, als bisher angenommen. Groß angelegte Untersuchen kamen zu dem Ergebnis, dass in rund 17 Prozent der deutschen Wohnungen mindestens ein Raum deutlich vom Schimmel befallen ist. Sogar sieben Prozent aller Kinder in Deutschland leben in einer von Schimmel befallenen Wohnung und setzen ihre Gesundheit damit früh aufs Spiel. Schon diese Zahlen weisen darauf hin, wie dringend der Handlungsbedarf in diesen Tagen doch einzustufen ist. Je länger mit den Gegenmaßnahmen gewartet wird, desto größer wird sogleich die Chance bleibender gesundheitlicher Schäden. Die Anfälligkeit hängt dabei auch von der genetischen Veranlagung und vielen weiteren Faktoren ab.

Worauf ist beim Kauf zu achten?
Sollten bereits typische Anzeichen wie Flecken an den Wänden und ein muffiger Geruch vorzufinden sein, hilft häufig nur noch ein professioneller Luftentfeuchter. Beim Kauf sind unterschiedliche Parameter entscheidend, die letztendlich über das Verhältnis von Preis und Leistung entscheiden. Alles beginnt bereits mit der sogenannten Entfeuchtungsleistung des Geräts. Diese wird in der Regel bei einer theoretischen Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent und einer Temperatur von 30 Grad Celsius angegeben. Je mehr Liter Wasser unter diesen schwierigen Bedingungen noch entzogen werden können, desto eher lässt sich der Entfeuchter auch in größeren Räumen einsetzen. Wer demnach eine etwas höhere Summe einmalig investiert, erspart sich auf diese Art und Weise unter Umständen den Kauf eines zweiten Geräts. Für die Nutzung in der eigenen Wohnung und im Büro gleichermaßen interessant ist der Geräuschpegel der Geräte. Während die Luftentfeuchter noch bis vor wenigen Jahren deutlich zu hören waren, konnten die Hersteller den Lärm deutlich reduzieren. Somit ist es selbst während des laufenden Betriebs möglich, sich nicht von der Arbeit ablenken zu lassen.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn der Entfeuchter im laufenden Betrieb nicht regelmäßigen Eingriffen bedarf. Der wichtigste Punkt ist der Tank des Geräts, welcher das der Luft entzogene Wasser aufnehmen muss. Je höher die Kapazität an dieser Stelle ist, desto länger arbeitet der Entfeuchter über längere Phasen zuverlässig. Dies geht sogleich mit einer einfachen Bedienbarkeit einher, über welche die Geräte der Marktführer aktuell verfügen. Die Vielzahl an Faktoren, auf die beim Kauf ein Auge zu werfen ist, macht die Entscheidungsfindung für den Laien oft nicht einfacher. Aus genau diesem Grund ist es so ratsam, sich für diesen Prozess etwas Zeit zu lassen und erst im Anschluss eine gut durchdachte Entscheidung zu fällen.

Fazit
Entscheidend ist schlussendlich der Mehrwert, den der Einsatz dieser Geräte hervorrufen kann. Denn zum einen lässt sich die Investition mit den hohen Kosten gegenrechnen, die durch Feuchtschäden an der Bausubstanz entstehen könnten. Diese ragen häufig bis in den fünfstelligen Bereich und werden nur in seltenen Fällen von der Versicherung übernommen. Auf der anderen Seite ist eine solche Gegenrechnung natürlich nicht mit den gesundheitlichen Schäden möglich, die durch Schimmel an den Wänden hervorgerufen werden können. Je nach Situation kann der Kauf also einen immensen Mehrwert nach sich ziehen, der gar nicht hoch genug einzustufen ist. Mit genau dieser Perspektive sollte also eine Betrachtung erfolgen, wenn eine Entscheidung über den Kauf ins Haus steht.