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Niedersachsen wünschen sich mehr Bewegung am Arbeitsplatz

Ergonomische Arbeitsplatzangebote wie Stehtische werden von 42 Prozent der befragten Männer in Niedersachsen genutzt (Foto: Techniker Krankenkasse)
(bim/nw). Jeder zweite Niedersachse (58 Prozent) wünscht sich mehr Bewegung im Arbeitsalltag. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage von 208 Personen im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach arbeiten 47 Prozent der Niedersachsen im Sitzen. Nur 53 Prozent der Berufstätigen mit sitzender Tätigkeit schaffen es, sich zwischendurch zu bewegen.
64 Prozent der niedersächsischen Frauen und 52 Prozent der Männer sehen ihren Arbeitgeber in Sachen Bewegung in der Pflicht. 43 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen wünschen sich einen ergonomischen Arbeitsplatz. Jede zweite Frau möchte mehr Gesundheitskurse direkt im Betrieb. Bei den Männern ist es fast jeder Dritte (35 Prozent). Bei dem Wunsch nach einem größeren Betriebssportangebot außerhalb der Arbeitszeit sind sich beide Geschlechter einig (21 Prozent).
Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Nur sieben Prozent der Frauen und doppelt so viele Männer (15 Prozent) haben die Möglichkeit, an einem ergonomischen Arbeitsplatz zu arbeiten. Auch das Angebot betrieblicher Gesundheitskurse scheint für männliche Beschäftigte größer zu sein. 21 Prozent der Männer und nur drei Prozent der Frauen können Gesundheitskurse besuchen. Den größten Unterschied gibt es beim Betriebssportangebot. Für 31 Prozent der Männer und nur für zehn Prozent der Frauen besteht dieses Angebot.
Allerdings nutzen Männer und Frauen vorhandene Angebote unterschiedlich. Im Vergleich: Alle befragten Frauen nutzen die vorhandenen ergonomischen Arbeitsplatzangebote wie Stehtische, Gymnastikbälle oder Balancekissen. Bei den Männern sind es nur 42 Prozent. Dafür nutzen 60 Prozent der befragten Männer und nur 28 Prozent der Frauen vorhandene Sportangebote im Betrieb.
"Betriebssportangebote sollten an Wünsche und Bedürfnisse der Arbeitnehmer angepasst sein, um die Motivation zu erhöhen", sagt Dr. Sabine Voermans, Leiterin der TK-Landesvertretung Niedersachsen. "Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz muss von der Neben- zur Chefsache werden", betont Voermans.