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Öfter mal ein Nickerchen: Regelmäßiger Mittagsschlaf kann positiv auf das Herz-Kreislauf-System wirken

(djd/pt). In Spanien hat die Siesta Tradition. Das erholsame Nickerchen nach dem Mittagessen ist für viele Iberer unverzichtbar. Auch in den USA, England, Japan und Kanada setzt sich der Tagesschlaf als "Power-Nap" zunehmend in der Arbeitskultur durch. Nur in Deutschland gilt oft als faul und träge, wer mittags die Beine hochlegt. Dabei ist längst erwiesen, dass das Mittagsschläfchen nicht nur der Erholung dient, sondern auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigern kann.
Nickerchen senkt den Puls
Der Tagesschlaf kann zudem das Herz entlasten und den Blutdruck stabilisieren. Griechische und amerikanische Wissenschaftler hatten sogar festgestellt, dass ein regelmäßiges Nickerchen das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um bis zu 37 Prozent verringern kann. Auch bei akutem Stress hilft "Power-Napping". Schon 30 bis 45 Minuten Schlaf während einer Stressphase reichen aus, um Stresshormone abzubauen sowie Blutdruck und Pulsschlag zu normalisieren. Letzteres ist eine deutliche Entlastung für das Herz-Kreislauf-System. Denn neben Risikofaktoren wie Cholesterin und Bluthochdruck spielt der Puls eine entscheidende Rolle für ein gesundes Herz. Unter www.pulsgesund.de gibt es umfassende Informationen und Broschüren zum Download.
Niedriger Puls schont den Herzmuskel
Bei einem gesunden Erwachsenen ist von einem Ruhepuls zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute auszugehen. Mehr als 80 Schläge pro Minute seien bereits auffällig, weiß der Kirchheimer Kardiologe Dr. med. Norbert Smetak, Werte über 100 gelten als bedenklich. Der Schirmherr der Initiative Pulsgesund will vor allem Patienten mit Koronarer Herzkrankheit oder Herzschwäche über die Gefahren eines hohen Pulses aufklären. Um das Herz zu schonen, könne bei ihnen sogar eine medikamentöse Senkung notwendig sein. "Neben sogenannten Betablockern und speziellen Calcium-Antagonisten gibt es mit Ivabradin seit 2007 einen speziellen Pulssenker der ausschließlich auf den Puls einwirkt", erläutert Dr. Smetak. Damit könne einer dauerhaften Überanstrengung des Herzmuskels entgegengewirkt werden.