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Orangensaft zum Müsli: Vitamin C steigert die Eisenaufnahme

Die Unterversorgung mit Eisen ist der häufigste Nährstoffmangel weltweit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind schätzungsweise bis zu zwei Milliarden Menschen von einem schweren Eisenmangel betroffen. Insbesondere betrifft es dreiviertel aller jungen Frauen, die aufgrund der Blutverluste während der Menstruation einen höheren Eisenbedarf als Männer haben. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Im Körper eines erwachsenen Menschen befinden sich etwa vier bis fünf Gramm Eisen. Die Symptome eines Eisenmangels bzw. einer Eisenmangelanämie sind unterschiedlich und können verschieden stark ausgeprägt sein. Es kann zu Rillenbildung in den Nägeln kommen, zu Brüchigkeit der Nägel, unerklärlichem Haarausfall, trockener Haut, wiederkehrenden Einrissen der Mundwinkel und Bläschen an der Mundschleimhaut. Allgemeine Anämiezeichen wie Schwäche oder Blässe der Haut können ebenfalls auf einen Eisenmangel hinweisen. Bei entsprechenden Hinweisen auf einen möglichen Eisenmangel sollte zur Abklärung immer ein Arzt aufgesucht werden.
Wer einem Eisenmangel gezielt vorbeugen möchte, sollte auf eine vollwertige Ernährung und eine gute Kombination der Nahrungsmittel achten. Brot gilt laut der Nationalen Verzehrstudie als die Eisen-Hauptquelle der Deutschen. Dabei sind Vollkornbrote auf Basis eines Sauerteigs ein besserer Eisenlieferant als Produkte mit mineralischen Back­triebmitteln. Auch der Verzehr von Fleisch fördert die Zufuhr von Eisen. Wichtig zu wissen: „Vitamin C kann die Aufnahme von Eisen begünstigen“, erklärt Martin Hänel vom KKH-Serviceteam in Hamburg-Harburg. „So lässt sich durch ein Glas Orangensaft zum Müsli oder durch Kartoffeln und Paprika im Linseneintopf die Eisenaufnahme um das Zwei- bis Dreifache steigern.“ Soja, Milch sowie auch Eiproteine beeinträchtigen die Eisenaufnahme.
Laut Untersuchungen wird Eisenmangel nicht durch eine vegetarische Ernährung verursacht, sondern durch eine ungünstige Nahrungszusammensetzung. (kkh).