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Radeln wie mit Rückenwind: Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb werden immer beliebter

Auf ihrem Pedelec wird die Radfahrerin beim Treten von einem Motor unterstützt (Foto: www.pd-f.de / r-m)
(pd-f). E-Bike, Hybridrad, Pedelec - viele Namen, eine Idee: Fahrräder mit Elektroantrieb befeuern seit Jahren die Velowelt und haben sich in nahezu allen Fahrradgattungen etabliert. Doch wie funktioniert ein E-Bike eigentlich? Der „pressedienst-fahrrad“ erklärt die Grundprinzipien.
Unter dem Begriff „E-Bike“ versteht man gewöhnlich ein Fahrrad mit elektrischem Zusatzantrieb. „Doch ist der Motor nicht das einzige Bauteil, das für den Rückenwind aus der Steckdose nötig ist. Man benötigt außerdem eine Batterie und eine Steuereinheit. Zusammengebracht werden diese drei Elemente durch eine Verkabelung“, sagt Anja Knaus vom schweizerischen Vorreiter Flyer die Basics. Der Motor sitzt meistens an der Tretkurbel, seltener auch im Vorder- oder Hinterrad. Der Akku wird häufig entweder im Hauptrahmen oder am Gepäckträger montiert und ist zumeist entnehmbar.
Die Steuereinheit des Antriebs ist bedienerfreundlich am Lenker angebracht und beinhaltet oft auch den Lichtschalter sowie den Bordcomputer (Tacho, Reichweite, etc.). Mit den jüngsten Modellen lässt sich auch die Schaltung bedienen und per GPS navigieren.
Wenn man es genau nimmt, bezeichnet der Begriff „E-Bike“ nur einen verschwindend geringen Teil der Elektroräder, nämlich solche mit motorradartigem Gas-Drehgriff. „Zirka 95 Prozent aller Elektroräder sind sogenannte Pedelecs (von engl.: pedal electric cycle). Sie unterstützen beim Radeln, tun also auch nichts, wenn man nicht selbst kurbelt“, sagt Heiko Müller vom Hersteller Blue Label. „Der Begriff E-Bike hat sich allerdings für Elektroräder jedes Funktionsprinzips durchgesetzt, was wir durchaus begrüßen“, so Müller.
Pedelecs unterstützen bis 25 Kilometer pro Stunde (km/h) und gelten vor dem Gesetz als Fahrräder. Daneben gibt es noch die offenen, oder auch:
„S-Pedelecs“, deren Antrieb bis 45 km/h hilft. Für diese Gattung braucht man mindestens einen Mofaführerschein, ein Versicherungskennzeichen und einen Fahrradhelm.

Reichweite sehr unterschiedlich

Der Verbrauch des Elektroantriebs hängt stark von äußeren Faktoren ab: gewählter Unterstützungsmodus, Fahrstil, Topografie, Systemgewicht und Aerodynamik. Ein schwerer Fahrer mit Gepäck kann einen S-Pedelec-Akku unter Volllast in 20 Kilometern leer bekommen. Eine leichte Fahrerin mit Wunsch nach seichtem Gegenwind-Ausgleich könne mit demselben Akku durchaus 100 Kilometer weit kommen. Orientierung beim Kauf bietet die Angabe der Wattstunden (Wh). Je höher der Wert ist, desto mehr Energie kann gespeichert werden und umso weiter kommt man.

Was kostet ein E-Bike?
Als Faustformel gilt: Ein gutes E-Rad kostet das Zweieinhalbfache eines guten Fahrrads, bei dem man mit 700 bis 1.000 Euro rechnen kann. Allein die Akkus der Elektroräder kosten 400 bis 800 Euro.

Motor bei jeder Fahrradgattung
E-Bikes, Elektroräder und Pedelecs – Fahrräder mit Unterstürzungsmotor sind seit ein paar Jahren das Zugpferd der Radbranche schlechthin. Etwa anderthalb Millionen solcher Räder fahren Anfang 2014 in Deutschland umher. Rund jedes zehnte verkaufte Rad hat einen Motor. Mittlerweile ist jede Fahrradgattung elektrifiziert und es ist davon auszugehen, dass Pedelecs und Fahrräder langfristig gleichberechtigte Vertreter der Gattung Zweirad werden.

An der Steckdose aufladen
Geladen wird der Akku des E-Rads einfach an der Steckdose. Dafür lässt er sich bei den meisten Modellen herausnehmen. Je nach System und Kapazität dauert eine Ladung zwischen zwei und sechs Stunden.