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Reise: 23. Karl-May-Festtage im sächsischen Radebeul

Wilder Westen im Lößnitzgrund: Jedes Jahr locken die Karl-May-Festtage rund 30.000 Gäste aus der ganzen Welt nach Radebeul (Foto: djd/Tourist-Information Radebeul/André Wirsig)
 
Das sächsische Radebeul ist nicht nur ein Eldorado für Wein- und Wanderfreunde, sondern auch für Abenteuerfans (Foto: djd/Tourist-Information Radebeul)
Stilechtes Westerntreiben vom 30. Mai bis 1. Juni
(djd/pt). Winnetou und Old Shatterhand, Hadschi Halef Omar und Kara Ben Nemsi: Die Romanfiguren Karl Mays sind bis heute unvergessen und ihr Schöpfer gehört weltweit zu den beliebtesten deutschen Schriftstellern. Im sächsischen Radebeul, wo der Autor lange Zeit lebte, können sich Abenteuerfans auf die Spuren Karl Mays begeben. Sein einstiges Wohnhaus ist heute das Karl-May-Museum. Es erzählt vom Leben der Indianer und gibt einen Einblick in das Werk und Wirken des Schriftstellers.

Wilder Westen im Lößnitzgrund
Noch lebendiger wird der Wilde Westen allerdings bei einem Besuch der alljährlichen Karl-May-Festtage. Der idyllische Lößnitzgrund wird dann zu einem Abenteuerparadies, in dem Groß und Klein in den Wilden Westen eintauchen können. In diesem Jahr finden die Festtage vom 30. Mai bis 1. Juni statt und sie versprechen ein Wochenende voller Action, Entdeckungen und Kultur. Der "Lößnitzdackel" - die Schmalspurbahn zwischen Radebeul und Radeburg - wird dann in "Santa-Fé-Express" umgetauft und muss sich gegen Banditenüberfälle wappnen.
Im Steinbruch am "Hohen Stein" feiern Indianer aus den USA, Kanada oder Mexiko mit Tänzen und erzählen vom Leben heutiger Indianer. In den zahlreichen Westerncamps vergnügen sich Cowboys im Saloon oder üben sich im Lassowerfen. Theatergruppen spielen originale Szenen aus Karl Mays Geschichten nach. Kindern dürfte vor allem das Goldschürfen im Lößnitz-River oder ein Ritt auf dem Esel gefallen.
Wer gerne tanzt, hat in der Westernstadt "Little Tombstone" ausreichend Gelegenheit dazu, wenn bekannte Country- und Bluegrass-Musiker aus aller Welt auf der großen Musikbühne auftreten.
Spannend wird es bei den Westernreitturnieren im "Sternenreitercamp". Pferdefans aus ganz Deutschland messen bei den Wettkämpfen ihr Können. Traditioneller Höhepunkt des bunten Mitmach-Festes aber ist die Sternreiterparade am Sonntag, bei der Cowboys, Indianer, Tänzer und zahllose Reiter an den Schaulustigen vorbei auf das Festgelände ziehen. Der Reiter, der bis nach Radebeul den weitesten Weg zurückgelegt hat, bekommt eine original indianische Friedenspfeife überreicht.

"Winnetous Silberbüchse" im Karl-May-Museum
Das ganze Jahr über lädt das Karl-May-Museum Gäste ein, den Schriftsteller besser kennenzulernen. Die "Villa Shatterhand" im einstigen Wohnhaus des Autors beherbergt die originale Einrichtung Karl Mays. Souvenirs seiner Reisen sind dort ebenso zu finden wie die "Silberbüchse Winnetous". Ein großer Spaß für kleine Entdecker sind Erlebnisrundgänge mit "Old Shatterhand" oder Familiennachmittage mit "Großer Häuptling Kleiner Bär". Der "echte Indianerhäuptling" spricht dabei kindgerecht über Themen wie "Welche Abenteuer haben Winnetou und Old Shatterhand erlebt?" oder "Wie wohnten die Indianer?". Auch museumspädagogische Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche werden angeboten. Die "Villa Bärenfett" im Garten des Anwesens beherbergt rund 800 Originalobjekte aus den wichtigsten Kulturarealen Nordamerikas des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts.

Radebeul entdecken
Das charmante Radebeul liegt zwischen Elbe und steil aufragenden Weinbergterrassen vor den Toren Dresdens. Die sächsische Stadt ist vor allem für ihre reizvolle Landschaft und ihre guten Weine bekannt. Wanderfreunde unternehmen gerne Ausflüge in die denkmalgeschützte Landschaft des sächsischen Elbtals. Kurzweilig sind Ausflüge mit der ältesten Raddampferflotte auf der Elbe oder mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn durch den Lößnitzgrund von Radebeul über Moritzburg nach Radeburg. Museumsliebhaber kommen nicht nur im Karl-May-Museum, das auch museumspädagogische Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche angebietet, auf ihre Kosten. Auch das Sächsische Weinbaumuseum Hoflößnitz, das DDR-Museum "Zeitreise" oder die Volkssternwarte "Adolph Diesterweg" sind einen Besuch wert.

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