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Spannungskopfschmerzen: Schluss mit dem Dröhnen im Kopf

(akz-o). Etwa 70 Prozent der Menschen hierzulande leiden unter wiederkehrenden Kopfschmerzen. Mediziner unterscheiden zwischen mehr als 250 Kopfschmerzarten. Am häufigsten plagt uns der Spannungskopfschmerz.
Typisch für diese Form ist ein dumpf-drückender, ziehender oder pressender Schmerz, der sich an beiden Schläfen oder im Bereich der Stirn bemerkbar macht. Betroffene empfinden es oft so, als sei ihr Kopf in einen Schraubstock eingespannt. „Anders als bei der Migräne sind die Schmerzen nicht pulsierend, werden nicht von Übelkeit begleitet und bei körperlicher Anstrengung nicht stärker“, erklärt Dr. Olaf Günther, Facharzt für Allgemeinmedizin, Physiologie, Chirotherapie, Schmerzexperte und Leiter des regionalen Schmerzentrums der DGS Magdeburg. Eine Schmerzphase kann einige Minuten bis zu mehreren Tagen andauern. Treten Spannungskopfschmerzen öfter als 15 Mal im Monat auf, bezeichnet man sie als chronisch. Der häufigste Auslöser ist laut Günther eine muskuläre Fehlbelastung, zum Beispiel eine Verspannung der Hals- und Nackenmuskulatur. Hierbei spielt auch Stress eine große Rolle.
Um Kopfweh in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, zusätzlich akuten Schmerz zu behandeln, sondern auch die Verspannungen. Bei muskulär bedingten Beschwerden hat sich z.B. der Wirkstoff Flupirtin als wirkungsvoll erwiesen, der den Schmerz lindert und gleichzeitig die Muskeln lockert. Auch Wärme kann helfen: ein Wärmekissen für den Nacken, ein Vollbad oder feucht-heiße Kompressen auf Schultern und Nacken sorgen für Entspannung. Stress abzubauen und Sport zu treiben, sind weitere Maßnahmen gegen Spannungskopfschmerz. Ideal sind vor allem Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Sanfte Hilfe verspricht auch Pfefferminzöl, das auf Stirn und Schläfen aufgetragen wird.