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Spiel des Monats: Brügge - mit starken Mitstreitern zu Macht und Ehre

"Brügge" ist das WOCHENBLATT-Spiel des Monats September
(os). Das WOCHENBLATT-Gesellschaftsspiel des Monats September ist "Brügge". Die Akteure versuchen, mit Hilfe eifriger Helfer Macht und Einfluss in der belgischen Stadt zu erlangen. Dabei gilt es, die Ressourcen geschickt einzusetzen und unter vielen Handlungsmöglichkeiten die richtige auszusuchen.
Spielablauf: Eine Runde bei "Brügge" besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil ziehen die Spieler reihum Karten, bis sie fünf Karten auf der Hand haben. Der aktive Spieler kann immer aus zwei Kartenstapeln wählen. Die Farbe der nachgezogenen Karte ist dabei sehr wichtig.
Im zweiten Teil werden fünf verschiedenfarbige Würfel gewürfelt. Für alle Fünfen und Sechsen erhalten alle Akteure einen Schadmarker in der entsprechenden Farbe. Beim dritten Marker einer Farbe tritt ein Negativereignis ein, das die Spieler durchaus weit zurückwerfen kann. Jede Eins und Zwei wird zusammengezählt. Für die Summe können die Akteure in der Gunst der Bürger um eine Stufe aufsteigen. Das ist verbunden mit Siegpunkten am Ende der Partie.
Im dritten und wichtigsten Teil spielen die Akteure reihum vier ihrer fünf Karten aus. Dabei können mit jeder Karte verschiedene Aktionen durchgeführt werden: Man erhält Geld, man kann einen Schadmarker in der Farbe loswerden, man baut am Kanal für die Stadt, man erhält Gefolgsleute, man baut die Karte als Haus (wichtig) oder lässt dort eine Person einziehen (genauso wichtig!). Die Personen verhelfen einem zu einmaligen oder fortwährenden Zusatzaktionen oder bringen am Ende des Spiels Siegpunkte.
So wird Runde um Runde gespielt, bis einer der beiden Nachzugstapel leer ist. Ein Ersatzstapel wird nachgelegt und die laufende Runde zu Ende gespielt. Dann erfolgt die Endwertung. Wer die meisten Siegpunkte besitzt, ist der "König" von Brügge.
Fazit: "Brügge" hat unseren Spielrunden sehr gut gefallen. Durch die hervorragende Regel ist der Spieleinstieg einfach, nach wenigen Minuten hat man das Spiel durchdrungen. Es gibt zahlreiche Wege, um an Siegpunkte zu kommen. Hier den richtigen zu wählen, ist gar nicht so einfach. Da es 165 Personen im Spiel gibt - die von Michael Menzel exzellent gezeichnet wurden! - ist keine Partie wie die andere. Man möchte so viel machen - und hat so wenig Ressourcen. Das macht "Brügge" so herausfordernd und spielenswert.
Bei einigen Rezensionen wurde bemängelt, dass "Brügge" durch das Nachziehen der Karten zu glückslastig sei. Mich hat das nicht gestört: Ich hatte den Eindruck, immer genügend Handlungsmöglichkeiten zu haben, auch wenn ich mal nicht meine favorisierte Farbe ergattern konnte.
Mit "Brügge" haben Autor Stefan Feld und der Hans-im-Glück-Verlag ein sehr schönes Spiel vorgelegt, das ich immer gerne mitspiele - und auch selbst auf den Spieletisch packe!
Brügge, zwei bis vier Spieler, ab zehn Jahren, Hans im Glück Verlag, Dauer: ca. 60 - 80 Minuten, Preis: ca. 37 Euro
Kategorie: Familienspiel mit leichtem Strategieanteil
Wertung: 8,5 von 10 Punkten