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Spiel des Monats: Die vergessene Stadt - Gemeinsam den Weg aus der Wüste finden

Das Wochenblatt-Spiel des Monats: "Die vergessene Stadt"
(os). Die Spielebranche boomt: In diesem Jahr rechnen die Verlage der klassischen Brettspiele und Puzzles mit einem Gesamtumsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Um Ihnen im Wust der Gesellschaftsspiele zu helfen, testet WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander für Sie Spiele und veröffentlicht sie in der Rubrik "Spiel des Monats". Das WOCHENBLATT-Spiel des Monats November ist das kooperative Spiel "Die vergessene Stadt" aus dem Hause "Schmidt Spiele".
Die Akteure stranden in einer Wüste. Ihre Aufgabe ist es, auf dem Spielfeld mit 24 Einzelfeldern gemeinsam die vier Teile einer Flugmaschine einzusammeln und dann zusammen die Wüste zu verlassen. Doch Vorsicht: Die Sonne brennt unerbittlich, und Wasser ist ein kostbares Gut.
Spielablauf: Dem aktiven Spieler stehen vier Aktionen zur Verfügung, die er beliebig verteilen kann. Er kann seinen Abenteurer bewegen, Sand vom eigenen oder einem angrenzenden Feld abtragen, ein Feld "ausgraben" - und dort Wasser finden, einen Ausrüstungsgegenstand ergattern oder einen Tunnelgang als Schutz gegen die Sonne entdecken - oder eines der vier Maschinenteile bergen.
Anschließend muss er eine bestimmte Anzahl an Windkarten ziehen. Dadurch verschiebt sich das Spielfeld und es kommt zusätzlicher Sand ins Spiel, der später mühsam wieder entfernt werden muss. Es kann schon mal sein, dass man alle vier Aktionen zum Abtragen der Dünen verwenden muss. Wird eine Sonnenkarte gezogen, verringert sich der Wasservorrat jedes Spielers um eine Einheit.
Jeder Abenteurer verfügt über eine Sonderfähigkeit. So darf sich der Forscher auch diagonal bewegen, der Archäologe kann zwei Sandplättchen pro Aktion entfernen und der Meteorologe muss eine Windkarte weniger nachziehen als es der Spielemarker vorgibt.
Die Maschinenteile werden durch jeweils zwei Wüstenfelde lokalisiert. Gelingt es den Spielern, alle vier Teile einzusammeln, bevor der Wasservorrat in ihrer Flasche aufgebraucht ist, gewinnen alle gemeinsam die Partie. Verdurstet ein Akteur, verliert die ganze Forscherbande.
Fazit: Unserer Spielerunde hat "Die vergessene Stadt" noch einen Tick besser gefallen als sein Schwesterspiel "Die verbotene Insel", das 2010 erschien und ähnliche Regeln aufweist. "Die vergessene Stadt" spielt sich runder und eleganter, das Thema passt super zu dem Spielmechanismus. Absprache ist angesagt, denn Alleingänge enden nicht selten auf hohen Sandhügeln.
Wer ein kooperatives Spiel für die ganze Familie sucht, ist bei "Die vergessene Stadt" bestens aufgehoben. Auch für Vielspieler ist gesorgt: Sie können den Windmarker gleich zu Beginn der Partie auf die Kategorie "Legende" setzen, sodass sie von Beginn an mehr Windkarten nachziehen müssen. Dadurch wird das Abenteuer ungleich schwieriger. Die Variabilität des Spielfeldes und die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen sorgen bei "Die vergessene Stadt" für einen hohen Wiederspielreiz.
Die vergessene Stadt, zwei bis fünf Spieler, ab zehn Jahren, Verlag: Schmidt Spiele, Autor: Matt Leacock, Dauer: ca. 45 - 60 Minuten, Preis: ca. 20 Euro
Kategorie: Familienspiel, Kooperationsspiel
Wertung: 7,5 von 10 Punkten