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Von Ursache und Wirkung Rückenprobleme beeinflussen die gesamte Körpergesundheit

Unser Körper bildet ein komplexes System von Knochen und Muskeln, die über Nervenfasern mit dem Gehirn in Verbindung stehen. Allein an der Wirbelsäule sind die 24 freien Wirbel jeweils durch einzelne Bänder und Sehnen miteinander vernetzt. Dazu kommen noch drei weitere Bänder, die sich das gesamte Rückgrat entlangziehen. „Treten Störungen dieses sensiblen Verbunds auf, liegen Symptom und Ursache daher nicht immer an ein und derselben Stelle“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München. „So strahlen Verspannungen der Rückenmuskulatur in Richtung Kopf oder Arme aus und sorgen dort für Beschwerden.“ Bei welchen Problemen Patienten einen Arzt aufsuchen sollten, erklärt der Experte im Folgenden.
Kopf unter Spannung: Sensible Nervenstränge am Hinterkopf reagieren auf kleinste Veränderungen. So können permanente Muskelverspannungen im oberen Rücken- und Nackenbereich Reizungen verursachen und dadurch zu Kopfschmerzen führen. Auslöser für Verhärtungen stellen u.a. Zugluft, Stress oder aber eine falsche Sitzhaltung dar. Betroffene spüren für gewöhnlich zunächst eine eingeschränkte Beweglichkeit im Nacken und das Drehen des Kopfes fällt schwer. „Auch Menschen, die z.B. unter einem Beckenschiefstand leiden, klagen häufig über Kopfschmerzen“, erklärt der Experte. „Da bei ihnen die Wirbelsäule aufgrund ihres asymmetrischen Aufbaus nicht mehr in ihrer natürlichen Position liegt, kommt es ebenfalls zu dauerhaften Muskelverspannungen.“ In der Folge stehen Nerven im Nackenbereich unter Druck und sorgen dort für Beschwerden. Damit einher gehen Probleme bei Belastungen oder ziehende Schmerzen, die sich vom Hinterkopf bis zur Stirn ausweiten.
Geschwächte Bandscheiben: Neurologische Probleme wie Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen oder leichtes Kribbeln deuten zumeist auf eine gestörte Nervenfunktion hin. Auch Beschwerden in der Halswirbelsäule oder am Ischiasnerv können diese Symptome hervorrufen. „Wenn z.B. ein Bandscheibenvorfall im Lendenbereich vorliegt, strahlen Schmerzen bis in die Beine aus und führen im schlimmsten Fall sogar zu Lähmungserscheinungen“, sagt Dr. Schneiderhan. „In diesem Fall sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen.“ Gezielte Kräftigungsübungen vermindern das Risiko für eingeklemmte Nerven und verhärtete Muskulatur wie auch Physiotherapie und ein allgemein aktiver Lebensstil.